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Der ADAC hat 26 Kindersitze getestet. Nicht alle können empfohlen werden. Der Kauf mitwachsender Sitze sollte gut überlegt sein.

Die Kindersitze wurden in den Kategorien Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffe getestet. Die Mehrheit kam gut weg:

  • 14 Kindersitze wurden mit „gut“ und 7 mit „befriedigend“ bewertet.
  • Bei den Modellen schneidet der „Mima iZi Go Modular X1 i-Size" zusammen mit der dazugehörigen Basisstation am besten ab.
  • Gefolgt von „Graco Snuggessentials" mit Basisstation und dem „Maxi-Cosi Pebble 360". Alle drei Modelle sind für Babys oder Kleinkinder.

Note ausreichend und mangelhaft

Die Note mangelhaft bekam das Modell „Osann Oreo 360II“. Im Bezugstoff wurde der Weichmacher DPHP gefunden, der unter anderem die Schilddrüse schädigen kann. Die vier mit ausreichend“ benoteten Modelle sind alle mitwachsende Kindersitze, die von der Geburt bis zum zwölften Lebensjahr benutzt werden können.

Crashtest Kindersitz (Foto: ADAC Test- und Technik)
Kinder–Dummys im Crahstest beim ADAC Kindersitztest

Nachteile bei mitwachsenden Modellen

Der ADAC weist darauf hin, dass diese mitwachsenden Sitze grundsätzlich Kompromisse in der Entwicklung eingehen müssen. Das machte sich im Test mit erhöhter Dummybelastung bei dem Crashtest bemerkbar. Beim Einbau und der Bedienung weist der ADAC darauf hin, dass die Sitze schwer und damit unhandlich sind. Außerdem gibt es je nach Kindesalter unterschiedliche Einbauarten, die das Risiko einer falschen Bedienung des Sitzes erhöhen.

Einsatz von mitwachsenden Kindersitzen gut überlegen

Laut ADAC liegt theoretisch der größte Vorteil bei den mitwachsenden Sitzen darin, dass nicht zwei oder drei verschiedene Modelle je nach Alter angeschafft werden müssen und so Geld gespart werden könnte. Bei einem zweiten Kind oder bei einem vorzeitigen Verschleiß des Sitzes ist dieser Vorteil aber dahin. Außerdem können Säuglingen nicht in den Sitzen getragen werden, wie sonst in den Kindersitzschalen und es besteht die Gefahr, dass die Kinder zu früh in Fahrtrichtung gedreht würden. Der ADAC sieht aber durchaus einen praktischen Einsatz der mitwachsenden Kindersitze zum Beispiel im Auto der Großeltern, wenn sie nur gelegentlich das Kind fahren würden.

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SWR3

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