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Die Prognosen für das Wochenende sehen nicht gut aus. Ein neues Tief soll erneut für Unwetter sorgen. Gerade in den Hochwassergebieten haben die Menschen genau davor Angst.

Wetterprognose für Hochwassergebiete

Jetzt gab es diese Woche eine kleine Regenpause nach den schlimmen Unwettern und Überflutungen der letzten Woche. Doch laut aktuellen Prognosen soll sich am Wochenende die Wetterlage wieder ändern. Insbesondere die Prognose für die betroffenen Hochwassergebiete sind für viele Menschen gerade von großem Interesse und sorgen für Angst vor erneutem Starkregen und Überschwemmungen.

Unwetter droht in RLP: Feuerwehr bereitet sich vor

Deswegen bereiten sich die Feuerwehren und andere Einsatzkräfte in den Hochwassergebieten auf neue Unwetter vor. „Im Moment wird gerade massiv schweres Gerät ins Einsatzgebiet geschickt und auch dort vorgehalten, um alles passierbar zu machen“, erklärt Frank Hachemer, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes in Rheinland-Pfalz, im SWR-Interview.

Gerade für den Eifelkreis Bitburg-Prüm könnte es kritisch werden. Der Katastrophenschutz des Kreises trifft deswegen in Abstimmung mit den Feuerwehren Vorkehrungen, es werden zum Beispiel Sandsäcke vorbereitet.

Das kann hier und da schon nicht unproblematisch sein, weil es wieder über die Ufer gehen kann.

Schauer- und Gewitterfront zieht am Wochenende auf

Für das Wochenende erwarten wir diese Wetterlage: Ein neues Atlantik-Tief kommt, damit wird die Luft feuchter. Das heißt: es wird dann wieder schwül-warm. Das bedeutet, dass es viel Energie da gibt und es in der Atmosphäre brodelt und sich Schauer und Gewitter bilden. 

Stand jetzt zieht diese Schauer- und Gewitterfront am Samstag von Südwesten her zu uns rein, trifft zuerst das südliche Baden-Württemberg, das Saarland, Rheinland-Pfalz und dann breitet sie sich dann eben immer weiter nach Nordrhein-Westfalen aus – zum Nachmittag/ Abend hin haben wir den Schwerpunkt der Gewitter dann in der Pfalz und in Baden-Württemberg.

Bedrohliches Gewitter über dem Land zieht herein (Foto: Imago, IMAGO / Rech)
Das Wetter für das Wochenende sagt Gewitter vorher. Vereinzelt kann es auch in den derzeitigen Katastrophengebieten wieder zu Regen kommen. Imago IMAGO / Rech

Ebenso sieht es am Sonntag aus, sagt Anne-Katrin Kienzle. „In SWR3Land werden am Sonntag einige Regenschauer und Wärmegewitter erwartet – auch da mit Unwetterpotenzial – also mit Starkregen, Hagel und Sturm- bis Orkanböen.

Kann man absehen, wie heftig das Unwetter wird?

Im Moment kann keine Region komplett ausgeschlossen werden. „Auch wenn es eine lokale Sache ist und nicht jeden trifft – wir müssen überall in SWR3Land mit Unwettern rechnen“, sagt Anne-Katrin Kienzle. Allerdings ist wohl davon auszugehen, dass die Unwetter nicht so stark sein werden, wie in der vergangenen Woche. Hier kam es zu stundenlangem sintflutartigem Regen. Grund hierfür war das Tief, das eingeklemmt war. So kamen unglaubliche Regenmengen von 100 bis 150 Liter auf den Quadratmeter in relativ kurzer Zeit zusammen. Jetzt sind es eher Schauer und Gewitter, die auch sehr kräftig sein können, die aber laut aktueller Wetterlage relativ schnell weiterziehen. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten:

Bei einem Wolkenbruch oder Gewitter können punktuell 20, 30 oder sogar 40 Liter Regen erwartet werden. Dies könnte dann erneut zu lokalen Überflutungen führen. Vollgelaufene Tiefgaragen oder überflutete Straßen sind durchaus möglich.

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