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Nach WM-Aus: Kolumbianische Fans fordern Wiederholung des Achtelfinals gegen England – und rufen eine Online-Petition ins Leben.

6. Juli 2018: Wird das WM-Achtelfinalspiel Kolumbien gegen England wiederholt?


Nach dem Aus bei der Fußball-WM ist die Trauer bei Kolumbien groß; Foto: dpa/picture-alliance

Ein kolumbianischer Spieler wird von seinem Teamkollegen getröstet.

dpa/picture-alliance

Logisch, geht es nach den Kolumbianern ist die Antwort ganz klar: Ja. Inzwischen gibt es aber auch eine Petition dafür. Unterschrieben haben mehr als eine Viertelmillion Kolumbianer. Sie finden, dass der Schiedsrichter falsche Entscheidungen getroffen hat, die dann zum Sieg der Engländer führten.

Konkret geht es um den angeblich irregulären Elfmeter für England und der angeblich falschen Aberkennung eines kolumbianischen Treffers.



6. Juli 2018: Strafe wegen falscher Getränke auf dem Spielfeld

Strafe für die kroatische Fußball-Nationalmannschaft; Foto: dpa/picture-alliance

Die kroatische Fußball-Nationalmannschaft posiert für's Gruppenfoto.

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Der kroatische Fußballverband muss rund 60.000 Euro Strafe zahlen, weil Spieler nicht genehmigte Getränke bei einem WM-Spiel dabei hatten. Das hat der Weltverband Fifa entschieden.

Die Getränke kamen nämlich nicht von offiziellen Fifa-Sponsoren. Spieler haben sie vor der Verlängerung im Achtelfinale gegen Dänemark auf dem Spielfeld getrunken.


4. Juli 2018: Football's coming home?!

Die Engländer haben Kolumbien im Elfmeterschießen besiegt. Eine kleine Sensation, immerhin ist es das erste Mal für die Engländer, dass sie ein Penalty-Schießen bei einer WM gewinnen. Den WM-Pokal gewannen die Engländer nur ein einziges Mal: 1966. Für Jamie Richardson stand allerdings schon vor der WM fest, wer den Titel holt. Seine Nationalelf natürlich. Deshalb tätowierte er sich den WM-Pokal mit der Aufschrift „England 2018 World Cup Winners“ – und zwar direkt auf den Bauch.

Mal sehen, ob er Recht behalten wird...

3. Juli: Ist Neymar die größte Heulsuse bei der WM?

Es ist die 73. Minute als Neymar nach einem Foulspiel am Spielfeldrand liegt. Dann nähert sich Mexikos Miguel Layun dem Brasilianer, um sich den Ball zu schnappen. Während er nach dem greift, streift er mit Absicht das Sprunggelenk von Neymar. Ganz klar eine unsportliche Aktion, die mit einer Karte hätte bestraft werden müssen.

Doch trotzdem regen sich die Fans mehr über Neymar auf. Der wedelte nämlich mit schmerzverzehrtem Gesicht wild mit dem Arm – machte den Eindruck, als wäre er schwer verletzt worden. Und dann: Zack, steht er zwei Minuten später wieder kerngesund auf dem Spielfeld.

Das sorgt nicht nur bei den Fans für Aufregung, die zugebenermaßen sehr lustig ist. Auch Neymars Landsmann Ze Roberto übt Kritik: „Er tut, als wäre der Fuß gebrochen“, sagt der frühere Bayern-Profi im ZDF und fügt hinzu: „Das wollen die Leute auch in Brasilien nicht sehen. Dabei hat er das gar nicht nötig.“

2. Juli: Mexikaner hat es doch zur WM geschafft

Der Pappaufsteller eines Mexikaners sorgte bei der WM für Lacher. Eine Gruppe Mexikaner hatte sie nach Russland mitgenommen, weil die Frau des Fußballfans ihm verboten hatte dorthin zu fahren. Jetzt konnte er aber doch persönlich mit seinen Kumpels ins Stadion:


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Hier könnt ihr die ganze Story noch mal lesen.


2. Juli: Südkoreaner werden mit Eiern beworfen

Die Mannschaft von Südkorea ist nach dem Sieg gegen Deutschland wieder zurück in die Heimat geflogen. Der Sieg gegen den Weltmeister hat nicht gereicht, um ins Achtelfinale einzuziehen. Das haben die Fans den Spielern wohl übel genommen. Denn: Am Flughafen wurden die Fußballer zur Begrüßung mit Eiern beworfen.

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Spieler und Trainer hatten sich nach ihrer Ankunft auf einem Podest mit rotem Teppich postiert, um Statements zur Weltmeisterschaft abzugeben. Ex-Bundesligastürmer Heung-Min Son erklärte: „Es tut uns leid für unsere Fans, dass wir unser Versprechen, die K.o.-Runde zu erreichen, nicht gehalten haben.“

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass die Mannschaft so ruppig von ihren Fans begrüßt wurde. Bei der WM 2014 schieden die Südkoreaner mit nur einem Punkt aus drei Spielen aus. Damals wurden die Spieler mit traditionellen Süßigkeiten beworfen. Das ist eine Beleidigung in der koreanischen Kultur.

1. Juli: Spaniens „Maskottchen“ darf trommeln

Für Manolo Caceres ist die WM in Russland etwas ganz Besonderes: Zum zehnten Mal begleitet er seine „Furia Roja“, wie die spanische Nationalmannschaft genannt wird, auf einer WM. Mit im Gepäck hat er immer seine große Trommel. Nur in Russland war dieses Mal alles ganz anders. An der russischen Security an den Stadien kam er mit seiner Trommel nämlich nicht vorbei. „Trommel? Njet!“ hieß es bei der Einlasskontrolle. Für Manolo unverständlich. „Ich kann nicht verstehen, dass mir so etwas angetan wird“, sagte er unter Tränen.

Spaniens wohl berühmtester Fan: Manolo Caceres mit seiner Trommel; Foto: dpa/picture-alliance

Spaniens wohl berühmtester Fan: Manolo Caceres mit seiner Trommel

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FIFA angeschrieben

Aber Spaniens Edelfan ließ nicht locker, schrieb der Fifa und der spanischen Nationalmannschaft und drohte sogar dem spanischen König zu schreiben, wenn er seine Trommel nicht mit ins Stadion nehmen dürfe. Die Fifa erlaubte die Trommel schließlich und so darf sich die spanische Mannschaft auf besonders laute Unterstützung freuen.

29. Juni: Wenn der Torjubel zum Eigentor wird

Dieser Montag ist der erste spielfreie Tag der WM. Belgier Michy Batshuayi ist vielleicht ganz froh drüber. Nicht nur, um die müden Beine etwas auszuruhen, sondern sicher auch den Kopf.

Nachdem Adnan Januzaj im letzten Gruppenspiel gegen England in der 51. Minute das 1:0 erzielte, jubelte das gesamte Team. Natürlich. Batshuayi machte seiner Freude Luft, indem er den Ball noch einmal ins Tornetz pöhlen wollte. Doch er erwischte mit Schmackes den Pfosten, der Ball prallte ab – und donnerte dem Stürmer wieder ins Gesicht.

Nach dem gewonnen Spiel nahm Batshuayi es locker:

Sein Teamkollege Axel Witsel versicherte indes, dass das Verhältnis von Batshuayi und dem Pfosten auch in Ordnung sei. No hard feelings.

27. Juni: Die Tricks und Ticks der deutschen Spieler

Zuerst den linken und dann erst den rechten Schuh anziehen, drei Mal im Kreis drehen oder immer das gleiche Armband tragen? Auch die Spieler der deutschen Nationalelf haben so ihre Tricks und Ticks, die vor jedem Spiel durchgeführt werden müssen. Geholfen hat es diesmal leider nicht.

26. Juni: Wahre Fußball-Freunde

Was für eine süße Aktion: Carlos ist ein großer Fan der brasilianischen Fußballmannschaft und Carlos ist blind und taub. Damit er trotzdem alle Spiele seiner Mannschaft verfolgen kann, gucken seine Kumpels gemeinsam mit ihm die Spiele und geben Carlos auf ganz spezielle Art und Weise Berichterstattung über das Geschehen. Besonders schön anzugucken, wenn ein Tor fällt…

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25. Juni: „Videobeweis-Orgie“ bei #IRAPOR

Oliver Kahn hat das WM-Spiel zwischen dem Iran und Portugal bei der Analyse im ZDF-Studio als eine regelrechte „Videobeweis-Orgie“ bezeichnet.

Schiedsrichter Enrique Caceres; Foto: picture alliance/Andreas Gebert/dpa

Er hat das Spiel gepfiffen: Enrique Caceres.

picture alliance/Andreas Gebert/dpa

Und tatsächlich: Schon kurz nach der Halbzeit hatte Schiedsrichter Enrique Caceres ein Foulspiel an der Strafraumgrenze an Cristiano Ronaldo einfach übersehen. Dann – nach Auswertung des Videobeweises – kam es doch zum Elfmeter.

Später stand dann noch einmal Cristiano Ronaldo im Mittelpunkt – dieses Mal war er aber der, der foulte. Nach einem Ellenbogeneinsatz musste der eigentlich darum fürchten, vom Platz geschickt zu werden. Bekommen hat der portugiesische Stürmer allerdings „nur“ eine gelbe Karte. So sahen das zumindest einige Fans – und witterten einen Bonus für den Fußball-Star. Trotz Videobeweis.

Auch in der Nachspielzeit sorgte eine Korrektur des Schiedsrichters wegen des Videoassistenten noch mal für Empörung bei einigen Fans: Adrein Silva bekam im Strafraum den Ball nach einem Kopfball an die Hand, Schiedsrichter Caceres ließ das Spiel weiterlaufen. Doch dann meldete sich der Video-Assistent erneut und Caceres korrigierte seine Entscheidung: Er pfiff doch auf Handspiel im Strafraum, Iran bekam den Elfmeter und erzielte kurz vor Schluss noch den Ausgleich. Einige Fans twitterten ihre Empörung – andere machten sich über den Schiedsrichter lustig.

Kritik gab es mal wieder auch an ZDF-Kommentatorin Claudia Neumann. Aber auch hier sind die Fußball-Fans sich nicht einig.

Auch SWR3-Redakteur Gregor Glöckner hatte Claudia Neumann etwas zu sagen – im Posting der Woche.

25. Juni: Ronaldo bittet Iran-Fans um Nachtruhe

Iran könnte es noch schaffen. Die Betonung liegt hier allerdings auf „könnte“, denn gegen Portugal am Montagabend stehen die Chancen für den Einzug ins Achtelfinale des Außenseiters eher schlecht.

Also überlegten sich einige Anhänger, die Gegner zu schikanieren – indem sie versuchten, ihnen den Schlaf zu rauben. Etwa 50 Iran-Fans positionierten sich also gegen 23 Uhr vor dem Hotel des portugiesischen Nationalteams, mit Vuvuzelas und einer Trommel, und legten los.

Ronaldo sah sich angesichts des Lärms gezwungen, die Iran-Anhänger um Ruhe zu bitten. Und weil er kein Iranisch kann eben pantomimisch:

Leider fanden die Fans die Aktion Ronaldos zwar offenbar witzig, weiter machten sie aber trotzdem. Mal gucken, wie sich das auf das letzte Gruppenspiel auswirken wird.

25. Juni: „Ich bin kein Fan, mir wäre das zu anstrengend“

Deutsche Fans; Foto: dpa/picture-alliance

Ebenso krisen- wie euphoriegeschüttelt: deutsche Fußballfans.

dpa/picture-alliance

Ach, diese wunderbare Ruhe derer, denen Fußball egal ist. SWR3-Radioblogger Klaus Sturm hat uns aber dennoch einiges zu sagen:

„Ich gebe zu: Wer kein Fan ist, kann sich nicht annähernd vorstellen, welchen Wallungen und Ängsten, welcher Euphorie und welchen existenziellen Überlegungen sich Körper und Geist eines deutschen Fußballanhängers dieser Tage stellen müssen. Ich bin kein Fan, mir wäre das zu anstrengend. Denn vielen Fans fehlt das Mittelmaß.

Und anders als sonst wäre das Mittelmaß, einhergehend mit einer gewissen Gelassenheit, hier ein durchaus angemessener Zustand. Denn warum sollten wir gleich den Untergang des Abendlandes oder: noch schlimmer, der deutschen Nationalehre oder des deutschen Fußballwesens befürchten, wenn deutsche Fußballer mal ein Spiel verlieren?

Eine Woche lang befand sich das fußballaffine Deutschland in einer depressiven Phase, mit Schüben von Hass und eklatanter Besserwisserei, weil genau das passiert war – also eigentlich nichts wirklich Schlimmes. Dann ein Sonntag, ein Spiel, ein Tor, und alles ist anders. Das Fußball-affine Deutschland wird von stärkster Euphorie geschüttelt, der Himmel ist wieder blau, die Seele strahlt, die Stimme gröhlt, und jetzt werden alle wieder Weltmeister. Bis zum nächsten Spiel.

Mediziner könnten hier eine bipolare Störung attestieren, die den Homo Fußballiensis in diesen Zeiten offenbar heimsucht. Zwischen Depression und Euphorie ist erkennbar kein Platz mehr für ein interessiertes, aber auch entspanntes Fan-Dasein. Und für nichts anderes als Entspannung und ein bisschen Spaß sollte so ein Fußballspiel doch sorgen – sonst würde es ja Fußball-Krieg heißen.“

24. Juni: Kann Oliver Pocher fußballerisch hellsehen?
Toni Kroos; Foto: Imago

Toni Kroos bei seinem Siegtreffer gegen Schweden

Imago

Vor den Spielen der deutschen Nationalmannschaft tritt Oliver Pocher mit einer DFB-Fan-Elf gegen eine Auswahl des jeweiligen Gegnerlandes an. So auch vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Schweden. Der Spielverlauf der Fan-Mannschaften: ein umkämpftes Spiel, es steht 1:1, dann schießt Oliver Pocher kurz vor Schluss das entscheidende Tor zum 2:1. Aus spitzem Winkel in den Knick.

So ein Tor wiederholte sich dann am Abend in der „echten“ Partie gegen Schweden, nur schoss da Toni Kroos den entscheidenden Treffer. War das ein Omen von Pocher?

22. Juni: Eigentor, Eigentor, Eigentor
Aziz Bouhaddouz; Foto: dpa/picture-alliance

Aziz Bouhaddouz wird nach dem Spiel von Mitspielern getröstet.

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Aziz Bouhaddouz vom FC St. Pauli war nach dem Spiel seiner Marokkaner gegen den Iran untröstlich. Der 31-Jährige hatte mit einem Eigentor in der Nachspielzeit für die Niederlage seiner Mannschaft gesorgt. Er sprach vom „schlimmsten Moment“ seiner Karriere und bezeichnete es als „wahren Albtraum“. Dann entschuldigte der Fußballer sich bei seinem Team und den Fans.

Doch der Pechvogel ist bei dieser WM nicht alleine. Schon fünf Mal landete der Ball im eigenen Tor statt beim Gegner. Damit ist schon in der Vorrunde der Wert der vergangenen WM in Brasilien erreicht. Mehr Eigentore gab es noch nie bei einer Weltmeisterschaft. Sollte also noch ein Spieler ins falsche Tor treffen, würde er damit einen neuen Rekord aufstellen.


21. Juni: Deutsche Spieler bekommen Rückflugtickets

Der schwedische Reporter Ludvig Holmberg scheint sich ziemlich sicher zu sein, dass die deutsche Nationalelf das Spiel am Samstag gegen Schweden verlieren wird. Das wäre dann womöglich das WM-Aus für Jogis Jungs. Dieser Brisanz ist sich Holmberg sicherlich bewusst und gießt noch mal Öl ins Feuer:

Wenn Sie am Samstag gegen Schweden verlieren, geht's bereits auf die Heimreise. Darum habe ich hier ein paar Bordkarten für Sie und Ihre Teamkollegen“

Ludvig Holmberg

Und dann überreichte er Weltmeister Sami Khedira eine fiktive Bordkarte für einen Lufthansa-Flug am späten Samstagabend. Der Flug würde direkt nach dem Spiel gegen Schweden in Sotschi starten.

der schwedische WM-Reporter Ludvig Holmberg; Foto: dpa/picture-alliance
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Rückflug erst am 16. Juli

Khedira blieb cool und sagte, dass das Team die Karten nicht brauche: „Wir sind überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen werden.“ Und er setzte nach. Die Karten würde die Mannschaft erst am 16. Juli brauchen, also einen Tag nach dem WM-Finale.

Holmberg meinte die Aktion offenbar nicht als Scherz. Nach dem Interview mit Khedira sagte er, dass er fest an einen schwedischen Erfolg gegen den Titelverteidiger glaubt. Zwar würde ihm ein WM-Aus der Deutschen schon leid tun, aber „in vier Jahren ist ja wieder eine WM“.

21. Juni: Geldstrafe für Mexiko und Serbien
Manuel Neuer steht am Torpfosten; Foto: dpa/picture-alliance

Manuel Neuer wurde beim ersten WM-Spiel der Nationalmannschaft von den mexikanischen Fans beleidigt.

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Die Fifa hat Mexiko und Serbien zu jeweils 10.000 Schweizer Franken (umgerechnet 8.630 Euro) Geldstrafe verurteilt. Die Mexikaner werden für schwulenfeindliche Rufe ihrer Fans beim Spiel gegen Deutschland bestraft. Der Grund: homophobe Rufe.

Die Fans hatten während der ersten Halbzeit immer wieder „Puto“ geschrien, wenn Manuel Neuer zu Abschlägen und Freistößen antrat. Dieses Wort wird unter Freunden als „Schwächling“ benutzt – kann aber auch mit „Schwuchtel“ übersetzt werden.

Der serbische Fußballverband muss zahlen, weil Fans beim Spiel gegen Costa Rica ein beleidigendes Banner mit politischem Hintergrund gezeigt hatten. Was genau auf dem sanktionierten Spruchband stand, teilte die Fifa nicht mit.

20. Juni: Javiers Papp-Zwilling besucht die WM

Es ist der Traum jedes Fußballfans: Live bei einer WM dabei zu sein. Doch manchmal macht einem die eigene Frau einen Strich durch die Rechnung. Dieses Schicksal hat Javier aus Mexiko ereilt. Er wollte mit Freunden zur WM nach Russland – es sollte die Reise ihres Lebens werden. Das hatten sie schon nach der letzten WM in Brasilien beschlossen und nun funkt die Frau dazwischen und sagt: Nee, du fährst mir nicht nach Russland zur Fußball-WM!

„Meine Alte ließ mich nicht“

Offenbar ist ihm seine Frau wichtig, denn er hat sich daran gehalten und ist nicht mit seinen Freuden verreist. Auf den Erinnerungsfotos ist er aber trotzdem drauf. Denn seine Freunde haben einen riesen Pappaufsteller von ihm in Lebensgröße gebastelt. Er trägt ein blaues Shirt – drauf steht: „Meine Alte ließ mich nicht.“

Und mit dem Pappaufsteller machen seine Freunde Fotos, wie er ein Küsschen links, Küsschen rechts auf die Wange von Fangirls bekommt, wie er im Stadion ist oder auch, wie er am Steuer eines Reisbusses sitzt.

Diese Fotos teilen seine Freunde auf einer Facebook-Fanseite, die inzwischen rund 250.000 Follower hat. Javiers Frau dürfte sich inzwischen überlegen, ob sie da richtig gehandelt hat, ihrem Mann die Reise zur WM nach Russland zu verbieten.

19. Juni: Flugzeug mit dem Team aus Saudi-Arabien brennt

Der Blick aus dem Flugzeugfenster dürfte ein bisschen Magen-Kribbeln ausgelöst haben: aus dem rechten Triebwerk des Airbus A319-100 schlagen Flammen. Da ist die Mannschaft aus Saudi-Arabien gerade auf dem Weg von Moskau nach Rostow am Don, im Landeanflug. Bei Twitter gibt es ein Video davon:

Der saudi-arabische Fußballverband teilte mit, es habe sich um eine „kleine technische Fehlfunktion“ gehandelt. Russische Nachrichtenagenturen berichten, es sei keinem Passagier etwas passiert, alle hätten nach der Landung die Maschine normal über die Treppen verlassen.

Saudi-Arabien spielt am Mittwoch übrigens gegen Uruguay.

17. Juni: Mexikanische Fans lassen die Erde beben

Mexikanische Fans; Foto: dpa/picture alliance

Mexikanische Fans haben mit ihrem Jubel in Mexiko-Stadt ein messbares Erdbeben ausgelöst.

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Sieben Sekunden nach der 35. Spielminute in der Partie Deutschland gegen Mexiko bebte in Mexiko-Stadt die Erde. Gleich zwei Sensoren registrierten die Erschütterungen. Die Experten vom Geologischen Institut sind sich sicher, dass das Beben künstlich hervorgerufen wurde.

Also nicht wie bei Erdbeben üblich durch Bewegungen der Erdplatten, sondern von außen. Wahrscheinlich durch die jubelnden, springenden und tanzenden Fans, die exakt zu diesem Zeitpunkt den Treffer ihres Hirving Lozano gegen die deutsche Nationalmannschaft feierten.

16. Juni: Twitter lästert über Fußballkommentatorin

Es ist die Mannschaft, die die meisten Deutschen – natürlich neben der deutschen Nationalmannschaft – während der WM verfolgen. Laut einer Umfrage drücken 77 Prozent der Deutschen den Isländern die Daumen – wenn die gerade nicht gegen das eigene deutsche Team spielen.

Am Samstag hatten die Isländer dann ihr erstes WM-Spiel gegen Argentinien. Endergebnis: 1:1. Das dürfte wohl vielen Deutschen gefallen haben. Weniger gefallen hatte einigen aber offenbar die Kommentatorin des Spiels, Claudia Neumann.

Die gilt – zumindest unter den Twitter-Nutzern – als etwas umstritten und bekam schon in der Vergangenheit oft scharfe Kritik und sexistische Kommentare ab. So auch während des WM-Spiels am Samstag. Einige Nutzer beschwerten sich über ihre „unangenehme Stimme“, andere über „fehlende Fachkompetenz“.

Auf Twitter gab es allerdings auch Nutzer, die Neumann verteidigten. Und auch das ZDF sprang Neumann zur Seite.

16. Juni: „Wir sind bereit für das erste WM-Spiel“

Die meistgestellten Fragen bei der Pressekonferenz am Samstag: Ist Manuel Neuer fit? Hat Mesut Özil überhaupt Lust auf die WM? Und: Wie gut sind die Chancen der deutschen Mannschaft im Gegensatz zu den anderen Mannschaften?

Draxler wiederholte mehrfach, dass die deutschen Nationalspieler zwar sehr konzentriert aber auch voller Vorfreude seien.

Alle sind heiß und wir wollen natürlich mit einem Sieg in das große Turnier starten.“ Julian Draxler

Auf Nachfragen hin widerlegte Draxler Gerüchte, wonach Teamkollege Mesut Özil lustlos sein soll. Das stimme nicht – Mesut mache „viele Scherze mit den anderen Spielern“ und freue sich gleichermaßen auf seinen Einsatz bei der WM.

Apropos Einsatz: Andere Journalisten fragten gezielt, ob und wie fit die Nummer eins Manuel Neuer sei. Auch darauf fand man klare Antworten: sehr fit, sehr motiviert, sehr selbstbewusst – es sei genau der Manuel Neuer, den wir alle kennen, so der Bundestrainer.

Draxler; Foto: dpa/picture-alliance

Julian Draxler bei einer Pressekonferenz am Samstag

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Die Aufstellung für das Spiel zwischen Deutschland und Mexiko am Sonntagnachmittag sei aber noch nicht fix. Löw wolle sich am Samstagabend noch einmal alles durch den Kopf gehen lassen und mit seinen Spielern darüber reden.

Die meistgestellte Frage war aber wohl: Wie stehen unsere Chancen gegen Mexiko? Sowohl Julian Draxler als auch Joachim Löw riefen dazu auf, die mexikanische Mannschaft nicht zu unterschätzen – auch nicht nach dem 4:1-Sieg während des Confed Cups im letzten Jahr. Der Bundestrainer stellte klar, dass sich viele Mannschaften während der letzten vier Jahre extrem weiterentwickelt hätten. So auch das mexikanische Team.

Aber: Man habe natürlich auch noch die Schwächen der Mannschaft im Hinterkopf und habe sich dementsprechend auf das Spiel vorbereitet.

15. Juni: Ist Neymar der beste Spieler der Welt?

Brasiliens Superstar Neymar gibt sich in einem Interview mit dem Youtube-Kanal Desimpedidos ganz bescheiden: Angesprochen auf die Wahl des Weltfußballers sagte er: „Bei aller Bescheidenheit, ich bin heute der beste Spieler der Welt.“

Klingt arrogant – ist aber ganz anders gemeint. Denn Neymar weiß genau, dass er im Schatten von zwei anderen Spielern steht: „Die beiden, die heute über allen anderen stehen, sind Cristiano Ronaldo und Lionel Messi. Die beiden sind von einem anderen Planeten", gibt Neymar zu. Am Sonntag um 20:00 Uhr kann Neymar zeigen, ob wer wirklich der Beste ist – im Spiel Brasilien gegen die Schweiz.

15. Juni: Die Nigerianer sehen am coolsten aus

Ganz in weiß mit Hut und Pommel-Schuhen – ginge es bei der FIFA-WM in Russland um den besten Kleidungs-Stil, hätte Nigeria schon gewonnen. Die nigerianische Nationalmannschaft hüllt sich abseits des Platzes in weiße Gewänder mit kunstvollen grünen Applikationen. Auch der Ex-Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang ist begeistert von dem Outfit der „Super Eagels“. Da wolle er „ganz ehrlich“ sein, teilte Aubameyang in den sozialen Medien mit. Sein Urteil könnte aber auch damit zusammenhängen, dass er den gleichen Ausrüster hat wie die Nigerianer.

14. Juni: Robbie Williams rockt die WM-Eröffnung

Robbie Williams hat die Fußball-WM schon vor dem Anpfiff gerockt. Der englische Superstar stand im Mittelpunkt der kurzen Eröffnungsfeier vor dem ersten Spiel zwischen Gastgeber Russland und Saudi-Arabien vor 80.000 Zuschauern im ausverkauften Moskauer Luschniki-Stadion.

Robbie Williams bei WM-Eröffnung; Foto: dpa/picture-alliance
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Bei der 15-minütigen Show zeigte sich auch der Weltfußballverband Fifa von seiner besten Seite: Unter den 800 Teilnehmern des Spektakels war auch der ehemalige Weltfußballer Ronaldo. Höhepunkt war dabei die Übergabe des „galaktischen“ Spielballs, mit dem die Astronauten und Kosmonauten zwischen März und Juni in der internationalen Weltraumstadion ISS gekickt haben. Kurz vor dem Anpfiff begrüßte der vom Publikum gefeierte russische Präsident Wladimir Putin die Fans aus aller Welt: „Unser Herz schlägt sehr hoch für diesen Sport. Wir sind ein offenes, gastfreundliches Land, in dem unsere Gäste viele Freunde finden werden“, sagte Putin.

14. Juni: ARD-Doping-Experte Seppelt reist nicht zur WM

Doping-Experte Hajo Seppelt; Foto: dpa/picture-alliance

Doping-Experte Hajo Seppelt

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ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt schaut die WM zu Hause statt in Russland – das berichteten die Tagesthemen. Nach einer Analyse mehrerer Behörden, darunter das Bundeskriminalamt, die Nachrichtendienste und das LKA Berlin, ist das Risiko für den 55-Jährigen zu hoch. Zur Begründung hieß es, „dass das Auswärtige Amt die Analysen auch der zuständigen Innenbehörden ernst nehmen müsse und mit Blick auf Sicherheitsfragen zu keiner andersgelagerten Einschätzung gelangen könne.“

Seppelt hatte maßgeblich zur Aufklärung des systematischen Sportbetrugs in Russland beigetragen und gilt deshalb im WM-Ausrichterland als Staatsfeind. Dem Berliner Journalisten wurde im Mai das Visum für die WM verweigert, kurz darauf nahm Russland die Entscheidung wieder zurück.

13. Juni: Spanien feuert Trainer

Freundschaftsspiel Spanien - Tunesien; Foto: dpa/picture-alliance

Freundschaftsspiel Spanien - Tunesien

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Freitag Abend um 20:00 Uhr spielt Spanien sein Auftaktspiel bei der WM in Russland gegen Portugal. Gut 48 Stunden vor dem ersten Match hat der spanische Verband RFEF allerdings seinen Trainer Julen Lopetegui rausgeworfen. Hintergrund: Der 51-Jährige wird nach der Weltmeisterschaft der neue Trainer von Real Madrid, hat der Verein gestern bekanntgegeben.

„Wir danken Julen für alles, was er getan hat, denn er ist einer der großen Menschen, die dafür verantwortlich sind, dass wir in Russland sind, aber wir müssen ihn entlassen“, sagte Spaniens Verbands-Präsident Luis Rubiales.

Am Mittag teilte der Verband dann mit, dass der bisherige Sportdirektor Fernando Hierro die Nationalmannschaft bei der WM betreuen wird.

Lustige Reaktionen aus dem Netz

13. Juni: Entscheidung zur WM 2026

Die Fußball-WM 2026 findet in den USA, Kanada und Mexiko statt. „United 2026“ setzte sich gegen Marokko durch. Das Turnier in acht Jahren wird erstmals mit 48 Mannschaften ausgetragen.

Autor
SWR3