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Tom Hanks, Halle Berry, Hugh Grant, Susan Sarandon. Schon allein die Starbesetzung macht bei „Cloud Atlas“ von Tom Tykwer Laune. Dazu kommen die Effekte der Macher von „Matrix“. Die Buchvorlage ist ein Bestseller und eigentlich unverfilmbar.

Halle Berry und Tom Hanks in Clound Atlas; Foto: X Verleih

Halle Berry und Tom Hanks in Clound Atlas

X Verleih

Der Film ist auf alle Fälle absolut ungewöhnlich. Nicht nur was die Starpower angeht, sondern auch die Tatsache, dass all diese Leute wie z.B. Tom Hanks oder Halle Berry gleich in mehreren Rollen zu sehen sind. Auch in Sachen Story entspricht dieses Werk keinem Durchschnitts-Film. „Cloud Atlas“ ist fast drei Stunden lang und sprengt alle Genres. Der Film ist Historien-Drama, Lovestory, Verschwörungs-Thriller und Science Fiction-Kino in einem.

500 Jahre und x Erzählstränge

Die Handlung umspannt 500 Jahre und erzählt in zahlreichen Erzählsträngen völlig unterschiedliche Geschichten, die in ihrem Kern aber alle eine Gemeinsamkeit besitzen. Die Schicksale der Charaktere aus den verschiedenen Epochen sind nämlich eng miteinander verwoben. Ob das des amerikanischen Anwalts, der auf einer Seefahrt 1846 schwer erkrankt, das einer Journalistin, die 1973 einem Polit-Skandal auf die Spur kommt oder das einer geklonten Kellnerin im Jahr 2144.

Bildgewaltig, ungewöhnlich, originell

Einerseits ist der Film manchmal zu gewollt tiefgründig mit zu viel philosophischem Gelaber. Andererseits ist diese Mammut-Produktion wuchtig, bildgewaltig und ideenreich. Manchmal anstrengend, aber meistens ungewöhnlich und originell. So was kriegt man wirklich nicht alle Tage zu sehen. Ein Film, der fruchtbaren Stoff für Diskussionen bietet.

Autor
Jo Müller
Autor
SWR3.online