SWR3 Kurzmeldungen

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24. Mai 2017

Macron will Ausnahmezustand in Frankreich verlängern

Nach dem Anschlag in Großbritannien will Frankreich den Ausnahmezustand verlängern. Das hat Präsident Emanuel Macron angekündigt. Der Ausnahmezustand wurde nach der Pariser Terrornacht im November 2015 verhängt und gilt bis zum 15. Juli. Er soll nun bis zum 1. November verlängert werden. Der Ausnahmezustand erlaubt unter anderem Hausdurchsuchungen und Hausarreste ohne Richterbeschluss. Kritiker etwa von Amnesty International bemängeln, der Ausnahmezustand habe bisher kaum etwas gebracht.

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24. Mai 2017

Lienen wird Technischer Direktor bei St. Pauli

Chefcoach Ewald Lienen wechselt beim Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli auf den Posten des Technischen Direktors. Nachfolger des 63-Jährigen werde sein bisheriger Co-Trainer Olaf Janßen, teilte Clubchef Oke Göttlich am Mittwoch mit.

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24. Mai 2017

Belgischer Reaktor Doel 3 abgestellt

In Belgien ist ein Reaktor des Atomkraftwerk Doel seit Dienstagabend abgestellt. Grund ist nach Angaben der Nachrichtenagentur belga ein Vorfall im nichtnuklearen Teil der Anlage. Das Atomkraftwerk bei Antwerpen liegt 140 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Seitdem tausende Risse in den Reaktorblöcken festgestellt worden sind, fordert die Bundesregierung, Doel vorübergehend stillzulegen.

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24. Mai 2017

Zeitung: Bau-Pfusch brachte Kölner Stadtarchiv zum Einsturz

Pfusch beim Bau der U-Bahn soll laut einem Zeitungsbericht vor rund acht Jahren das Kölner Stadtarchiv zum Einstürzen gebracht haben. Der Kölner Stadtanzeiger schreibt, ein Baggerfahrer und ein Polier sollen bewusst geschlampt und die Fehler vertuscht haben. Die Zeitung beruft sich auf die Anklageschrift, die beiden fahrlässige Tötung vorwirft. Angeklagt werden demnach auch fünf weitere Beschuldigte, die die Arbeiten nicht ausreichend kontrolliert haben sollen. Die am Kölner U-Bahn-Bau beteiligten Firmen bestreiten den Vorwurf, dass ein Baufehler den Einsturz verursacht hat. Dabei waren zwei Männer ums Leben gekommen. Es entstand ein Schaden von 1,2 Milliarden Euro.

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24. Mai 2017

Mehrheit der Deutschen traut sich keine Erste Hilfe zu

Die Mehrheit der Deutschen traut sich nicht zu, bei einem Schwerverletzten Erste Hilfe zu leisten. In einer Umfrage der Apotheken-Rundschau gaben mehr als 15 Prozent der Befragten an, dass sie sich nicht aktiv an den Rettungsarbeiten beteiligen würden – aus Angst etwas falsch zu machen. Jeder dritte Bundesbürger kann nach eigenen Angaben kein Blut sehen und würde deshalb einen großen Bogen um Unfallstellen machen.

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24. Mai 2017

Evangelische Kirche zu AfD-Auftritt beim Kirchentag

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, hat den geplanten Auftritt von AfD-Teilnehmern beim Kirchentag in Berlin verteidigt. „Gesprächsverbote bringen nichts“, sagte er im SWR2-Tagesgespräch. Es handle sich um Menschen, denen man zuhören und die man ernst nehmen müsse. Wer allerdings rassistische Thesen vertrete oder sich judenfeindlich äußere, der habe keinen Platz auf dem Kirchentag. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche sprach sich auch dafür aus, den Begriff der Leitkultur zu hinterfragen. Der Begriff werde häufig von rechtspopulistischen Politikern benutzt, um Menschen auszugrenzen, die einen anderen kulturellen Hintergrund hätten. Er halte viel von einer menschenrechtlichen Leitkultur für alle, die in Deutschland zusammenleben: dazu gehörten Menschenrechte, Religionsfreiheit und Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, so Bedford-Strohm.

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24. Mai 2017

Nach Beschluss der Bundesgartenschau in Mannheim

Nach dem „Ja“ des Mannheimer Gemeinderats zur Bundesgartenschau 2023 will die Stadt zügig die weiteren Schritte vorantreiben. Der Gemeinderat hat das umstrittene Großprojekt am Dienstag mit einer deutlichen Mehrheit genehmigt. Auf dem Gelände einer früheren US-Kaserne entsteht der „Landschaftspark Grünzug Nordost“ – mit Spielplätzen, Sportstätten und Radwegen. Er soll rund 105 Millionen Euro kosten. Mannheims Oberbürgermeister Kurz sieht die Bundesgartenschau als einen Schritt zu mehr Lebensqualität in der industriell geprägten Stadt. Kritiker sprechen von der teuersten grünen Wiese Europas.