Janine ist Wildtier-Ranger und Koala-Forscherin. Auf ihren Touren durch den australischen Busch plaudert sie sehr gerne über Bettgeschichten von Koalas. Sie hicksen zum Beispiel vorm Sex. Und der Penis ist… speziell!

Wenn man mit Janine Duffy im Busch des You Yangs Nationalparks in der Nähe von Melbourne unterwegs ist, kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus. Sie weiß wirklich alles über Koalas. Die Tiere sehen zwar oft so aus, als würden sie einfach im Baum schlafen. Trotzdem bekommen sie alles mit, was um sie herum passiert.

Vor allem während der Paarungszeit geht's in den Eukalyptusbäumen richtig ab. Die Männchen rufen sich die Seele aus dem Leib und wollen zeigen, dass sie der größte sind. Aber die Weibchen sind diejenigen, die sich schließlich das Männchen aussuchen. Sie ziehen dann erstmal in den Baum des Männchens. Was es mit dem Hicksen vorm Koala-Sex auf sich hat, seht ihr im Video oben.

Die Koala-Nase ist wie ein Fingerabdruck

Janine ist als Koala-Forscherin bekannt. Sie hat nämlich Folgendes entdeckt: Was bei uns Menschen der Fingerabdruck ist, der jeden eindeutig identifiziert, ist beim Koala das Muster rund um die Nasenlöcher. Die Nase ist dunkel, bei den Nasenlöchern wird sie leicht rosa.

Koala Clancy; Foto: SWR3 / Christine Langer
SWR3 / Christine Langer

1998 ist Janine das zum ersten Mal aufgefallen. Dann hat sie viele Jahre lang daran geforscht und schließlich 2014 ihre Ergebnisse veröffentlicht.

Jeder Koala, den Janine und ihre Kollegen im You Yangs Nationalpark beobachten, hat einen Namen. So wie Clancy. Er ist einer der bekanntesten und hat sogar einen eigenen Instagram-Account. Und durch die Nase weiß Janine immer genau, welchen Koala sie im Baum sitzen sieht. Janine hat auch eine Stiftung gegründet. Die Aufgabe: Über wild lebende Koalas zu informieren und dafür zu sorgen, dass ihr Lebensraum erhalten bleibt.

Poserwissen über Koalas

  • Koalas haben eine sehr feine Nase. Damit schnüffeln sie an den Eukalyptusblättern, bevor sie sie fressen. Denn manche der Blätter haben zu viele ätherische Öle. Und die sind für den Koala dann sogar schädlich.
  • Koalas haben zwei Daumen und drei Finger. So können sie mit ihrer Hand mehr Druck ausüben und sich besser an Ästen festhalten.
  • Die Wirbelsäule von Koalas hat die Form eines „C“ – deshalb ist es für sie gar nicht so unbequem in der Astgabel zu schlafen, wie es vielleicht aussieht. Zusätzlich haben sie am Po noch extra dickes Fell und sogar spezielle Knorpel. Also: gut gepolstert.
  • Koalas sind keine Bären! Sie sind Beuteltiere. Wenn die Babys zur Welt kommen, sind sie so groß wie ein Gummibärchen, rosa-farben und noch blind. Sie wandern dann eigenständig in den Beutel der Mutter und bleiben dort noch einige Monate, saugen Milch, und wachsen.

Drei Koala-Funfacts im Video:

Kratzen tut soooo gut

Kratzen ist fast so ansteckend wie gähnen. Wetten? Und in der Öffentlichkeit kann es ganz schnell peinlich werden. Aber wenn australische Tiere sich kratzen, ist das einfach nur sooooo niedlich!

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