Täglich Pop – Stories rund um eure Stars für jeden Tag. Was geschah am 26.10.? SWR3-Musikredakteur Matthias Kugler hat die Geschichten für euch. Um „Täglich Pop“ für einen anderen Tag aufzurufen, klicke einfach den entsprechenden Tag im Kalender an.

18.11.1994 - Rolling Stones als Pioniere im Internet

Rolling Stones als Pioniere im Internet; Foto: SWR3.de
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Die Rolling Stones übertragen als erste Rock-Band überhaupt ein Konzert über das Internet. Das Computernetz steckt noch in den Kinderschuhen. Bunte Bilder, Musikdownloads und Milliarden vernetzter Computer – das alles ist noch völlig unbekannt. Die Rolling Stones präsentieren sich fortschrittlich und ganz auf der Höhe der Zeit. 20 Minuten können die Fans auf der ganzen Welt sich im eigenen Wohnzimmer das Konzert aus Dallas anhören. Insgesamt dürften aber nur wenige in den Genuss der Übertragung kommen. Denn dafür sind leistungsstarke Internetanschlüsse nötig, die es 1994 nur in Universitäten und großen Firmen gibt.

18.11.2005 - Juanes wird von Sir Paul McCartney geehrt

Juanes wird von Sir Paul McCartney geehrt; Foto: SWR3.de
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Der kolumbianische Sänger Juanes erhält für seinen Einsatz gegen Landminen eine Auszeichnung von Sir Paul McCartney. Der Ex-Beatle ist Schirmherr der Organisation „Adopt-a-minefield“, die Spenden sammelt, um vermintes Gelände wieder zu säubern. Juanes’ Heimat Kolumbien ist eines der am schlimmsten von Landminen betroffenen Länder, jeden Tag sterben durchschnittlich zwei Menschen, viele werden verletzt. "Diese Minen befinden sich sogar in Bereichen, die heilig sein sollten, wie in der Nähe von Wasserquellen oder Schulen. Kinder gehen zur Schule, spielen am Flussufer und mit einer Explosion verlieren sie ihre Arme, ihre Beine, ihr Gehör. Und dann haben sie auch noch Probleme bei der Integration in die Gesellschaft." Nach 40 Jahren des bewaffneten Konflikts zwischen Militär und Guerilla sind in Kolumbien über einhunderttausend Landminen verstreut. Juanes sieht das Hauptproblem seines Landes im Drogenanbau und Drogenhandel, durch den sich die bewaffneten Gruppen finanzierten. Die reichen Länder würden immer mehr Drogen konsumieren und Kolumbien zahle den Preis. "Kolumbien steht heute an zweiter Stelle bei den Opfern von Landminen. Es ist ein Problem, das wir nicht alleine lösen können. Wir brauchen heute mehr denn je die Hilfe der ganzen Welt um den Opfern zu helfen und weiteren vorzubeugen." „Adopt-a-minefield“ sammelt dafür Spenden. Es kostet 1,50 Euro, um einen Quadratmeter Land nach Minen abzusuchen. Seit 1999 hat die Organisation 18 Millionen Quadratmeter Land gesäubert und 400.000 Menschen geholfen. Am 18. November 2005 wird Juanes für seinen Einsatz gegen die gefährlichen Waffen geehrt.