Täglich Pop – Stories rund um eure Stars für jeden Tag. Was geschah am 26.10.? SWR3-Musikredakteur Matthias Kugler hat die Geschichten für euch. Um „Täglich Pop“ für einen anderen Tag aufzurufen, klicke einfach den entsprechenden Tag im Kalender an.

23.4.1983 - Dexys Midnight Runners mit „Come On Eileen”

Dexys Midnight Runners; Foto: SWR3.de
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Die Dexys Midnight Runners stehen mit „Come On Eileen” auf Platz 1 der amerikanischen Singlecharts. Es ist der erste Hit der englischen Soul-Pop-Band um Sänger Kevin Rowland in den Vereinigten Staaten. Der hatte 1978 zusammen mit ein paar Freunden in seiner Heimatstadt Birmingham die Dexys Midnight Runners gegründet und setzt zunächst auf ein italienisch wirkendes Street-Gang-Image. Ihren ersten großen Erfolg feiert die Band mit „Geno“, eine Hommage an Geno Washington, ein Star der britischen Clubszene der 60er. 1980 steht der Titel auf Platz 1 in England. Wenig später bricht die Band auseinander, Kewin Rowland formt sie mit neuen Mitgliedern und anderem Image neu: Jogginghosen, Fußballschuhe und ein puritanischer Alkoholverzicht sollen die Karriere wiederbeleben. Aber es klappt nicht. Kevin Rowland probiert es jetzt mit einem neuen Sound: ein paar Geiger, bekannt als The Emerald Express, stoßen zur Gruppe, die Bläser fallen weg. „Ich schwor mir, dass ich mir einen neuen Job suche, wenn ‚Come On Eileen‘ nicht funktioniert,“ erinnert sich Kevin Rowland. „Ich wollte nicht in einer Loser-Gruppe sein, die überall herumtingelt und mit ihrer Kunst nichts verdienen kann. Wenn die Musik niemanden berührt, ist das Zeitverschwendung.“ Doch „Come On Eileen“ wird zum zweiten großen Erfolg der Dexys Midnight Runners. Es geht um ein Mädchen, mit dem Kevin zusammen aufgewachsen ist. Beide waren damals dreizehn. Erst sind sie nur Freunde, dann verlieben sie sich. Am 23. April 1983 steht der Song auf Platz 1 der US-Charts.

23.4.2007 - Beyoncé engagiert Shakira für Nummer-1-Duett

Beyonce & Shakira: Beautiful Liar; Foto: Columbia
Columbia

„Beautiful Liar“ steht auf Platz 1 der englischen Singlecharts. Das amerikanisch-kolumbianische Duett von Beyoncé und Shakira schafft aber auch in den amerikanischen Charts einen einmaligen Erfolg: die Single steigt in einer Woche von Platz 94 auf 3: das ist der größte Sprung in der US-Chartgeschichte. Beyoncé nimmt „Beautiful Liar“ zunächst allein auf, bis sie auf die Idee kommt, Shakira als Duettpartnerin anzuheuern. Die beiden hatten sich in den letzten Jahren bei verschiedenen Veranstaltungen getroffen und angefreundet. Aus „Beautiful Liar“ ein Duett zu machen ist auch inhaltlich nachvollziehbar: in dem Song geht es um zwei Frauen, die von dem selben Mann umworben werden. Statt sich gegenseitig zu bekriegen beschließen sie, den Mann Mann sein zu lassen und keine Zeit mehr mit ihm zu verschwenden.

23.4.1994 - Erster eigener britischer Nummer-1-Hit für Prince alias „The Symbol“

Symbol - The Most Beautiful Girl In The World; Foto: NRPG Records
NRPG Records

Nach 40 Platzierungen in den UK-Charts erreicht Prince mit der Single „The Most Beautiful Girl In The World“ endlich seinen ersten eigenen Nummer-1-Hit. Zweimal zuvor hatte der Sänger und Gitarrist aus Minneapolis mit eigenen Songs in Großbritannien jeweils knapp Platz 1 verpasst: 1984 mit „When Doves Cry“ und 1989 mit seinem Film-Song „Batdance“. Neben seinen eigenen Nummer-2-Hits konnte Prince aber als Songwriter zwei Mal die Spitze der britischen Charts erklimmen. 1984 coverte Chaka Khan den Prince-Song „I Feel For You“. 1990 erreichte die irische Sängerin Sinéad O’Connor mit seinem Titel „Nothing Compares 2 U“ Platz 1 der UK-Charts. Als Prince schließlich am 24. April 1994 mit „The Most Beautiful Girl In The World“ seinen ersten eigenen britischen Nummer-1-Hit für sich verbuchen konnte, geschah dies nicht unter seinem normalen Künstlernamen. Prince, der sich im Streit mit seiner alten Plattenfirma Warner Records befand, nannte sich „Symbol“ und veröffentlichte sein neues Album „The Gold Experience“ auf seinem eigenen Label „New Power Generation“. Die Single „The Most Beautiful Girl In The World“ stieg in den deutschen Charts bis auf Platz 9 und in den USA bis auf Platz 3. In England gelang Prince alias „The Symbol“ damit zum bis heute ersten und einzigen Mal der Sprung auf Platz 1.