Täglich Pop – Stories rund um eure Stars für jeden Tag. Was geschah am 26.10.? SWR3-Musikredakteur Matthias Kugler hat die Geschichten für euch. Um „Täglich Pop“ für einen anderen Tag aufzurufen, klicke einfach den entsprechenden Tag im Kalender an.

16.7.1983 - Paul Young auf Solopfaden

Paul Young; Foto: www.paul-young.com
www.paul-young.com

Paul Youngs Coverversion von „Wherever I Lay My Hat (That's My Home)“ steht für fünf Wochen auf Platz 1 der englischen Charts. Paul Young ist zu dieser Zeit Mitte 20 und bereits langjähriger Sänger in diversen eher erfolglosen Bands gewesen. Jetzt möchte er sich als Solokünstler beweisen und bekommt auch gleich einen Plattenvertrag beim Major-Label CBS. Statt eigene Kompositionen vorzustellen, versucht es Paul Young mit Coversongs. „Iron Out The Rough Spots“ von Don Covay und „Love Of The Common People“ von den Four Tops. Aber Paul Young hat mit beiden Songs zunächst keinen Erfolg. Erst sein drittes Cover überzeugt das Publikum: „Wherever I Lay My Hat“, geschrieben von Marvin Gaye und 1969 als B-Seite seiner Single „Too Busy Thinking About My Baby“ veröffentlicht. Für Paul Young ist seine Version von „Wherever I Lay My Hat“ der Beginn einer großen Solokarriere. Am 16. Juli 1983 steht er damit in England auf Platz 1. 13 weitere Top-40-Hits werden folgen, darunter auch „Love Of The Common People“, das es als Wiederveröffentlichung doch noch auf Platz 1 schafft.

16.7.2004 - Alicia Keys steht auf Hüte

Alicia Keys; Foto: J Records (Sony BMG)
J Records (Sony BMG)

US-Sängerin Alicia Keys gesteht gegenüber dem Magazin „Instyle“ ihr extremes Faible für Hüte. „Das ist nicht zu verbergen. Hüte sind schon fast eine Sucht“, sagt sie. „Ich liebe sie in jeder Form und Farbe. Inzwischen habe ich bestimmt hundert Hüte.“ Die Hüte lagert sie in Hutschachteln und in Schränken und hat mittlerweile den Überblick verloren: Oft wisse sie gar nicht mehr, was in welchem Karton ist. Es sei ein bisschen wie Weihnachten, wenn sie dann einfach eine Schachtel aufmache und nach einem beliebigen Hut greife. Die Hüte spiegelten ihre Stimmung wider. Manchmal wünschte sie sich, unsichtbar zu sein und sich hinter einem riesigen Hut zu verstecken. Bei Tourneen muss sie wegen der vielen Hüte immer mit Übergepäck reisen. „Ein Hut kann meinen ganzen Tag verändern. Das hört sich jetzt blöd an, aber jedes Mal, wenn ich einen schönen sehe, bessert sich meine Stimmung.“ Im Video ihres ersten Hits „Fallin'“ sitzt sie übrigens am Klavier, und was trägt sie? Klar, einen Hut!

16.7.2010 - Take That wieder in Originalbesetzung mit Robbie Williams vereint!

Take That - Pressefoto 2011; Foto: Universal
Universal

Es ist die Pop-Sensation des Jahres! Die ehemalige Boygroup Take That ist wieder in Originalbesetzung zurück, gemeinsam mit Robbie Williams, der die Band 1995 verlassen hatte. Nachdem Gary Barlow, Howard Donald, Jason Orange und Mark Owen sich bereits 2005 zu viert reformierten, scheiterte ein Comeback mit Robbie Williams auch an dessen Solo-Erfolg. Aber auch ohne Robbie Williams waren Take That bei den Fans wieder gefragt. Die britische Frühjahrs-Tour war innerhalb von 64 Minuten ausverkauft, die Comeback-Single „Patience“ landete auch in den deutschen Charts auf Platz 1. Das weckte wohl bei Robbie die Lust wieder mit seiner Ex-Band zusammen zu arbeiten. Die alten Streitigkeiten seien inzwischen beigelegt, erklärte Gary Barlow bei einer Pressekonferenz: „Wir haben das sehr schnell geklärt, ein Großteil unserer Probleme kam daher, dass wir beide große Egos haben. Und wir waren jung. Diese beiden Sachen ergeben keinen guten Cocktail.“ Auch für Robbie Williams, der die erfolgreichste Solo-Karriere der ehemaligen Boy-Band-Mitglieder vorweisen kann, ist die alte Rivalität Geschichte: „Als wir angefangen haben, gab es einige Machtkämpfe. Jetzt haben sich bei jedem die Kanten abgeschliffen. Wir sind alle aus demselben Grund zusammen: es ist eine schöne Sache.“ Um das zu unterstreichen, produzierten Robbie Williams und Gary Barlow gemeinsam die Single „Shame“: "Es gibt keine Rivalität. Für mich schon gar nicht. Wir sind gute Freunde geworden. Es vergeht kein Tag, an dem wir uns keine Mails schicken, oder er ruft mich an, vom Telefon eines anderen, er selbst hat nämlich keines." Die Single erschien im Oktober 2010, einen Monat später wird das erste gemeinsame Take-That-Reunion-Album „Progress“ veröffentlicht. Die Reaktionen der Fans übertreffen alle Erwartungen: in Deutschland erreicht es nach kurzer Zeit Platin-Status, in England wird es mit über 2,3 Millionen verkauften Einheiten das am zweit schnellsten verkaufte Album aller Zeiten. Take That nehmen gleich die Pläne für ihre ausgedehnte „Progress“-Live-Tour in Angriff. Und auch wenn für Robbie Williams darin ein großer Solo-Teil reserviert ist, auf der Bühne und auch backstage präsentieren sich Take That als echte Einheit: „Wir haben immer einen Umkleideraum geteilt. Die Vier haben diese Tradition fortgesetzt, als sie allein unterwegs waren, und ich werde diese Tradition ebenfalls fortsetzen. Das fünfte Mitglied ist zurück, und alle sind in der gleichen Garderobe zusammen.“