Täglich Pop – Stories rund um eure Stars für jeden Tag. Was geschah am 26.10.? SWR3-Musikredakteur Matthias Kugler hat die Geschichten für euch. Um „Täglich Pop“ für einen anderen Tag aufzurufen, klicke einfach den entsprechenden Tag im Kalender an.

24.4.2007 - Feists langer Weg zum Erfolg

Feist - 1234; Foto: Polydor - Universal
Polydor - Universal

Die kanadische Sängerin Leslie Feist legt ihr drittes Album „The Reminder“ vor, das ihr zum internationalen Durchbruch verhelfen wird. Feist, wie sie sich kurz nennt, macht Musik seit sie 15 ist, spielt in verschiedenen Bands und entscheidet sich 1999, eine Soloplatte aufzunehmen. Mehr als zwei Jahre tourt sie durch ihre Heimat Kanada, aber auch in einigen europäischen Ländern wie Frankreich und Deutschland tritt sie auf und erspielt sich eine kleine Fangemeinde. Nach den Konzerten verkauft sie ihr Album, ist zufrieden mit den Besucherzahlen ihrer Konzerte, aber der kommerzielle Erfolg bleibt zunächst bescheiden. Das ändert sich schlagartig 2004 mit dem zweiten Album „Let It Die“, wie Feist erzählt. „Es ist so surreal. ‚Let It Die‘ verkaufte in den ersten zwei Wochen mehr als mein Debüt in zwei Jahren, das ich einzeln Stück für Stück neben der Bühne verkaufte. Es waren nur 2.000 Stück in zwei Jahren, soviel gingen bei ‚Let It Die‘ in der ersten Woche weg!“ In Kanada bekommt sie Platin, in Frankreich Gold. Ihre Kombination aus Folk und Rock kommt an, „Let It Die“ gewinnt drei Juno-Awards und gilt bei vielen Kritikern als eines der besten Alben 2004. Mit dem dritten Album, das am 24. April 2007 herauskommt und „The Reminder“ heißt, schafft Feist es dann schließlich, auch den größten Musikmarkt USA zu erobern: auf Anhieb platziert sie sich in die Top-20 der US-Albumcharts. Die Musikzeitschrift Rolling Stone wählt „The Reminder“ mit Singles wie „My Moon My Man“ zu einem der Top-Alben des Jahres 2007. Auf Single-Erfolge muss Feist aber verzichten: einziger Hit wird der Song „1234“, der es in Großbritannien und den USA in die Top-10 schafft.

24.4.2002 - Jewel stürzt vom Pferd

Jewel; Foto: SWR3.de
SWR3.de

Jewel bricht sich das Schlüsselbein und eine Rippe, als sie bei einem Ausritt von ihrem Pferd abgeworfen wird. Vielleicht hat sich die zierliche Country-Pop-Sängerin einfach ein bisschen überschätzt und wollte ihrem Freund Ty Murray imponieren. Der ist ein großer Rodeo-Star in Amerika und angeblich sogar der berühmteste Cowboy der Welt. Aber Jewel zeigt sich von ihrer starken Seite. Ein paar Wochen später spielt sie trotz ihrer Verletzungen vor 80.000 Fans beim SWR3 und Baden-Württemberg Festival „Arena Of Sound“ auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Für ihren Auftritt beißt sie die Zähne zusammen und legt sogar ihre Armbinde ab.

24.4.1989 - Tom Petty mit erstem Album ohne die Heartbreakers

Tom Petty - Full Moon Fever; Foto: SWR3.de
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Tom Petty veröffentlicht sein erstes Soloalbum „Full Moon Fever“. Schon seit Mitte der 70er ist der populäre amerikanische Sänger und Songschreiber im Geschäft, bisher immer zusammen mit seiner Stammband The Heartbreakers. Auch auf „Full Moon Fever“ sind noch einige der Heartbreakers mit dabei, werden aber nicht mehr als Interpreten genannt. Das Album wird Tom Pettys kommerzieller Durchbruch: dreifach Platin und Platz 3 in den USA. Mit dem Cover „Feel A Whole Lot Better“ erinnert er an die Band, die ihn musikalisch geprägt hat: die Byrds. Tom Petty bleibt dem Stil, den er zusammen mit den Heartbreakers gefunden hat, treu: sympathischer, handgemachter und schnörkelloser Rock, der Geschichten aus dem Leben erzählt. Auf Tom Pettys erstem Soloalbum „Full Moon Fever“, das am 24. April 1989 erscheint, gibt es keinen einzigen schwachen Track. Die beiden größten Hits aus „Full Moon Fever“ werden „Free Fallin“ und „I Won't Back Down“.