Täglich Pop – Stories rund um eure Stars für jeden Tag. Was geschah am 26.10.? SWR3-Musikredakteur Matthias Kugler hat die Geschichten für euch. Um „Täglich Pop“ für einen anderen Tag aufzurufen, klicke einfach den entsprechenden Tag im Kalender an.

25.5.1992 - Erfolgsprodukt für zwei Frankfurter DJs: Snap!

Snap: Rhythm Is A Dancer; Foto: Logic Snap (Sony Music)
Logic Snap (Sony Music)

Das deutsch-amerikanische Musikprojekt Snap steht mit „Rhythm Is A Dancer“ auf Platz 1 der deutschen Singlecharts. Hinter Snap stecken die beiden Frankfurter DJs und Produzenten Michael Münzing und Luca Anzilotti, die sich für Snap gesangliche Unterstützung einiger in Deutschland stationierter GIs holten. Ihren ersten internationalen Hit haben Snap 1990 mit „The Power“: sie samplen mit „Love Is Gonna Get You“ einen frühen Song von Jocelyn Brown, außerdem lehnen sie sich stark an das Stück „Let The Words Flow“ von Chill Rob G. an. „The Power“ erreicht in Deutschland und den USA Platz 2, in England sogar Platz 1. Chill Rob G. versucht erfolglos, gerichtlich Tantiemen zu erstreiten. Für den Nachfolgehit „Oops Up“ steht der Klassiker der Gap Band von 1980 Modell: Wieder schaffen Snap einen Top-5-Hit, sie werden als der erfolgreichste Pop-Exportartikel Deutschlands gehandelt. Die Sänger und Sängerinnen wechseln häufig, kaum einer weiß ganz genau, wer nun bei welchem Titel gesungen hat. Ihren größten Hit haben Snap am 25. Mai 1992 mit „Rhythm Is A Dancer“, das sich ganze zehn Wochen an der Spitze der Charts hält. Mit dem Ende des Eurodance Mitte der 90er verläuft die weitere Karriere von Snap dann allerdings im Sande.

25.5.1985 - Dire Straits veröffentlichen „Brothers In Arms“

Dire Straits; Foto: Vertigo - Universal
Vertigo - Universal

Die Dire Straits veröffentlichen ihr Album „Brothers In Arms“, eines der erfolgreichsten Alben der Popmusikgeschichte. Aufgenommen hatte die Band die neun Songs im Studio auf der Karibikinsel Montserrat. Frontmann und Gitarrist Mark Knopfler hatte schon bei den Aufnahmen geahnt, dass „Brothers In Arms“ ein großer Erfolg werden könnte. „Es war unser erstes digital aufgenommenes Album, einer der ersten digitalen CDs überhaupt. Wir haben extra für diese Produktion ein 24-Spur-Aufnahmegerät angeschafft und es nach Montserrat verschifft. Der Sound war einfach klasse und brachte uns einen großen Schritt voran.“ Neil Dorfsman, der Toningenieur der Dire Straits wird für seine Arbeit an „Brothers In Arms“ noch im selben Jahr mit einem Grammy ausgezeichnet. „Brothers In Arms“ steht 1985 in 25 Ländern wochenlang auf Platz 1 der Charts und ist bis heute das erfolgreichste britische Album überhaupt. Grund genug für Universal Music, eine „20th Anniversary Edition“ des Albums herauszubringen. Alle Songs wurden dafür noch mal komplett digital remastered.