Täglich Pop – Stories rund um eure Stars für jeden Tag. Was geschah am 26.10.? SWR3-Musikredakteur Matthias Kugler hat die Geschichten für euch. Um „Täglich Pop“ für einen anderen Tag aufzurufen, klicke einfach den entsprechenden Tag im Kalender an.

23.2.1980 - Queen im Rock’n’Roll-Stil erfolgreich

Queen im Rock’n’Roll-Stil erfolgreich; Foto: SWR3.de
SWR3.de

Der Song „Crazy Little Thing Called Love“ von Queen steht auf Platz 1 der amerikanischen Charts. Für die britische Rockband ein ungewöhnlicher Hit: sie greift den typischen Rock’n’Roll-Stil der 50er Jahre wieder auf und zollt damit dem legendären Elvis Presley Tribut. Queen-Sänger Freddie Mercury hat „Crazy Little Thing Called Love“ in der Badewanne im Münchner Hilton-Hotel geschrieben und spielt später bei den Aufnahmen zum ersten und einzigen Mal Rhythmusgitarre. Die amerikanische Plattenfirma ist allerdings von dem Song alles andere als begeistert und sperrt sich gegen eine Veröffentlichung. Aber die Radio-DJs haben „Crazy Little Thing Called Love“ längst entdeckt. Sie importieren die Platte aus Europa und spielen sie regelmäßig. Erst jetzt gibt die Plattenfirma ihren Widerstand auf, die Queen-Fans können den Song auch in Amerika kaufen. Und so steht „Crazy Little Thing Called Love” am 23. Februar 1980 auf Platz 1 der amerikanischen Charts.

23.2.2010 - Johnny Marr bekommt nach 10 Jahren gestohlene Gitarre zurück

The Smith - The Sounds Of ...; Foto: Rhina Records
Rhina Records

Johnny Marr, der Ex-Gitarrist von The Smiths, hat nach 10 Jahren seine gestohlene Gitarre zurück erhalten. Die Gitarre wurde Johnny Marr im September 2000 nach einem Auftritt mit seiner Band The Healers im Londoner Club „Scala“ entwendet. Die 1964 gebaute, kirschrote Gitarre vom Typ Gibson SG hat einen Wert von rund 34.000 Euro. Obwohl Johnny Marr demjenigen, der ihm sein Instrument wieder zurück bringen würde, eine hohe Belohnung versprach, dauerte es ein ganzes Jahrzehnt bis es schließlich soweit war. Der Grund: der Dieb Stephen White war ein großer Fan der Smiths. Als er die Gitarre von Johnny Marr nach dem Londoner Konzert unbewacht im Backstage-Bereich herumstehen sah, konnte er nicht wiederstehen und nahm sie mit nach Hause, um selbst darauf zu spielen. Aufgeflogen ist der 38-jährige Stephen White aber erst zehn Jahre später, als er die Gitarre in einem Londoner Musikgeschäft zur Reparatur abgab. Vor Gericht bedauerte er seinen Diebstahl und entschuldigte sich bei Johnny Marr. Weil er bisher noch nicht straffällig geworden war, verurteilte ihn das Londoner Gericht deshalb nur zu 200 Tagen Sozialarbeit. Als Johnny Marr während einer Australien-Tour vom Wiederauftauchen seiner kirschroten Gibson SG hörte, war er begeistert. „Ich bin sehr glücklich, dass ich meinen Liebling zurück habe.“

23.2.2003 - „Come Away With Me“: Norah Jones gewinnt 5 Grammys

Norah Jones - Cam Way With Me; Foto: Blue Note (EMI)
Blue Note (EMI)

Bei den 45. Grammy Awards in Los Angeles wird die Sängerin und Pianistin Norah Jones in den fünf wichtigsten Kategorien ausgezeichnet: ihr Debüt „Come Away With Me“ wird „Album des Jahres“, Norah Jones „Beste neue Künstlerin“. „Ich hätte nie gedacht, dass die Musik, die ich mache Popmusik ist“, sagt Norah Jones überrascht. Die Sängerin begeistert mit ihren ruhigen, jazzigen Songs Kritiker und Fans gleichermaßen. Das Album „Come Away With Me“ verkauft sich über 20 Millionen Mal, das Lied „Don’t Know Why“ wird mit dem Grammy für „Single des Jahres“ und „Song des Jahres“ ausgezeichnet. Norah Jones bekommt für „Don’t Know Why“ einen weiteren Award für die „Beste weibliche Gesangsdarbietung“: "Das war schon ein großartiger Moment, ein wundervolles Gefühl, aber das ist ja nur ein kleiner Augenblick von den vielen Dingen, die ich erlebt habe. Und dann fühlt man sich komisch, wenn man da oben was sagen muss. Man denkt: ‘Oh nein, ich klang wie ein Idiot‘, und man wünscht sich, man hätte etwas anderes gesagt. Aber da kann man nichts machen." Rückblickend erklärt Norah Jones den Erfolg ihres Debüt-Albums mit der schlichten und ruhigen Ausstrahlung ihrer Lieder: "Ich denke, das Besondere an meinem ersten Album, und einer der Gründe warum die Leute es mögen, ist seine Einfachheit. Und darauf bin ich auch immer noch stolz." Der Erfolg und die Grammys haben das Leben von Norah Jones verändert. Statt kleiner Bühnen in New Yorker Clubs spielt die 21-jährige Sängerin auf einmal viele Konzerte in großen Hallen. An den Titelsong ihres Debüt-Albums „Come Away With Me“ hat Norah Jones überwiegend positive Erinnerungen: „Wenn ich an das Lied denke, fällt mir zunächst ein, wie oft ich den Song schon gespielt habe. Dann, dass er so viel unterschiedliche Bedeutungen haben kann. Manchmal wünsche ich mir auch, ich würde mich nur an die Zeit erinnern, als ich den Song geschrieben habe. Denn gerade am Anfang, als ‚Come Away With Me“ noch jung war, habe ich viel sehr viele schöne Erfahrungen damit gemacht.“

23.2.2004 - Dido ganz scheu

Dido ganz scheu; Foto: SWR3.de
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Dido erzählt der britischen Zeitschrift „Woman“ in einem Interview, dass es ihr Angst mache, berühmt zu sein. „Im Moment ist es okay. Die Leute kennen zwar meinen Namen, aber meine Songs sind noch bekannter als ich. Und so soll es schließlich auch sein.“ Dido empfindet das Berühmstein eher als einen Fluch. Was sie besonders abgeschreckt hatte, war der Medienrummel um den britischen Fußballstar David Beckham, als dieser zum spanischen Club Real Madrid wechselte. „Als der nach Madrid ging, war es so, als hätten die Spanier einen neuen König. Absolut abartig. So könnte ich niemals leben.“ Dido hatte erst vor kurzem ihren ersten Nr.1-Hit in Deutschland mit „White Flag“. „White Flag ist ein sehr trauriger Song“, erzählt Dido. „Es geht darum, jemanden zu lieben, es ihm aber nie zu sagen, weil man dessen Leben nicht ruinieren will. Die ganze erste Hälfte des Album ist etwas düster.“