Täglich Pop – Stories rund um eure Stars für jeden Tag. Was geschah am 26.10.? SWR3-Musikredakteur Matthias Kugler hat die Geschichten für euch. Um „Täglich Pop“ für einen anderen Tag aufzurufen, klicke einfach den entsprechenden Tag im Kalender an.

27.2.1980 - „Hot Stuff“: Donna Summer gewinnt "Grammy"

Donna Summer - Hot Stuff; Foto: Casablanca Records (bellaphon)
Casablanca Records (bellaphon)

Die Sängerin Donna Summer wird für ihren Disco-Hit „Hot Stuff“ mit einem "Grammy" ausgezeichnet. Lustiger Weise gewinnt sie ihren Award in der Kategorie „Beste weibliche Rock-Darbietung“, und so ist Donna Summer der erste afro-amerikanische Künstler überhaupt, der einen "Grammy" in der Kategorie „Rock“ verliehen bekommt. Die Karriere von Donna Summer beginnt in den 70er-Jahren in Deutschland. Die in Boston, Massachusetts, geborene Sängerin wurde in München entdeckt, erinnert sich der Musiker und Produzent Harold Faltermeyer: „Donna hat ja bei dem Musical ‚Hair‘ in München die Rolle der 'Donna' gespielt. Durch das Musical kamen einige afro-amerikanische Sängerinnen und Sänger nach München, allen voraus Donna Summer mit ihrer unverwechselbaren Stimme. Giorgio Moroder fiel sie damals sofort auf.“ Der Produzent Giorgio Moroder kreiert in München den Disco-Sound. Mit dem im Original 17 Minuten langen Donna Summer-Hit „Love To Love You Baby“ gelingt ihm 1976 der erste internationale Erfolg. "Das war auch mehr ein Spaß, wir hatten öfter mal gesagt, dass wir ein sexy Lied machen müssten. Dann kam eines Nachmittags Donna und sagte: 'Ich habe da so eine Idee für eine Zeile ‚Love To Love You Baby‘, wie findest du das?' Ich sagte: 'Gut, gut'. Dann bin ich ins Studio gegangen und habe angefangen ein wenig herum zu komponieren. Sie hat es dann gesungen und dann hat sie einfach durch gestöhnt." Durch die Disco-Welle wird Donna Summer schließlich zum Weltstar und hat bis heute über 120 Millionen Tonträger verkauft. Mit dem Album „Bad Girls“ und drei US-Nr.-1-Hits schafft Donna Summer 1979 den entscheidenden Schritt nach ganz oben. Die „Grammy“-Auszeichnung für die Single „Hot Stuff“ am 27. Februar 1980 war da nur die logische Konsequenz.

27.2.2001 - Santana in seiner Heimatstadt

Santana; Foto: SWR3.de
SWR3.de

Der legendäre mexikanische Gitarrist Carlos Santana kehrt nach 46 Jahren wieder in seine Heimatstadt zurück. Das kleine Städtchen Autlan de Navarro, in dem Carlos Santana 1947 zur Welt kam, hat 40.000 Einwohner und liegt westlich der Hauptstadt Mexico-City. Carlos Santana hat dort die frühen Jahre seines Lebens verbracht. Jetzt enthüllt er eine Gedenktafel, die ihn zum „Lieblingssohn“ der Stadt erklärt. Bürgermeister Armando Perez überreicht ihm außerdem den Schlüssel zur Stadt, die Hauptstraße ist bereits nach ihm benannt. Außerdem wird eine Statue seines Vaters aufgestellt, der seinerseits schon ein berühmter Musiker der mexikanischen Volksmusik war und von dem Carlos das Geigespielen gelernt hatte. Als der Rock'n'Roll aufkommt, steigt Carlos Santana dann auf die Gitarre um. Mit seiner Band mischt er Rock und afro-kubanische Rhythmen, es beginnt eine einzigartige Erfolgsgeschichte: 1969 der Auftritt in Woodstock, bis heute Live-Konzerte vor zusammen 20 Millionen Menschen, über 40 Millionen verkaufte Alben, die höchsten Musikpreise wie Grammy und American Music Award. Carlos Santana ist längst zur Legende geworden. Am 27. Februar 2001 gibt er seiner Heimatstadt einen kleinen Teil seines Ruhmes zurück und wird „Lieblingssohn von Autlan de Navarro“.

27.2.2004 - Pink-Konzert begeistert SWR3-Land

Pink; Foto: SWR3.de
SWR3.de

Pink ist auf Welttournee und macht in SWR3-Land halt. Das Konzert in der Stuttgarter Schleyerhalle ist schon seit Monaten ausverkauft. Die Show beginnt ziemlich spektakulär, als Pink in einem Käfig von oben heruntergelassen wird. Sie hat eine Irokesenfrisur und ein Kostüm, das sich von Song zu Song immer weiter auflöst und dafür umso mehr Haut zeigt. Bei „Respect“ lässt sich Pink von ihren sexy gekleideten Tänzerinnen einen Stuttgarter Fan auf die Bühne holen und fesselt ihn an einen Stuhl. Der Mann wird so ungewollt Teil eines heißen Gogo-Auftritts. Das ist aber noch nicht alles. Zu „God Is A DJ“ erscheint Pink im schwarzen Leder-BH und zerrissener Jeans und bei „Trouble“ haben die Tänzerinnen bis auf Slip und ein wenig Klebeband so gut wie gar nichts mehr an. Musikalisch klingt Pink noch rockiger als auf Platte und präsentiert hauptsächlich die Hits aus ihrem zweiten Album „Missundaztood“ und der aktuellen CD „Try This“. Die Fans in Stuttgart sind begeistert: „Wir waren ganz vorne in der ersten Reihe und haben sie berührt, es war der Hammer. Unheimlich sexy. Es war einfach gut, man muss es selbst erlebt haben. Sex pur, sehr provokativ. Pink ist einfach Kult. Power pur!“