Täglich Pop – Stories rund um eure Stars für jeden Tag. Was geschah am 26.10.? SWR3-Musikredakteur Matthias Kugler hat die Geschichten für euch. Um „Täglich Pop“ für einen anderen Tag aufzurufen, klicke einfach den entsprechenden Tag im Kalender an.

27.3.2009 - 50-Cent-Cover wird für Milow zum Durchbruch

Milow - Ayo Technology; Foto: B1 Ricordi - Universal
B1 Ricordi - Universal

Der belgische Sänger und Songschreiber Milow hat mit „Ayo Technology“ seinen ersten Hit in den deutschen Singlecharts. Der Song ist ein Cover von 50 Cent, der damit zwei Jahre zuvor weltweit erfolgreich war. Für Milow, der vor der Veröffentlichung von seiner Version von „Ayo Technology“ völlig unbekannt war, ist es ein Experiment. „Ich wollte einmal ein Cover machen, das sich von meinen eigenen Songs sowohl musikalisch als auch textlich unterscheidet. Bei 50 Cent wurde ich fündig: es geht um Pornographie und Cyber-Sex. Ich hielt das für eine witzige Idee, daraus eine glaubwürdige Fassung zu machen, die auch von mir hätte stammen können. Zuerst war es nur ein einmaliger Gag, ich lud eine Akustikversion bei einem Video-Hoster hoch. Aber ich bekam die nächsten Monate immer wieder gute Reaktionen darauf. Der Song hat mir viele Türen geöffnet.“ Es ist tatsächlich der Beginn von Milows internationaler Karriere. Am 27. März 2009 steigt die Single auf Platz 3 der deutschen Charts ein und gehört von April bis September zu den am meisten im deutschen Radio gespielten Titeln. Trotzdem ist es für Milow ein direkter finanzieller Erfolg. „Als ich darüber nachdachte, ‚Ayo Technology‘ als Single zu veröffentlichen, riet man mir ab. Ich würde dadurch kein Geld verdienen, was stimmt, denn alle Einnahmen gehen an 50 Cent, ich bekam nicht einmal etwas für das Arrangement. Aber das ist ok, denn das war der Start meiner Karriere in Deutschland und in anderen Ländern. Für mich ist es der größte Luxus, dass ich von meiner Musik leben kann.“

27.3.1984 - Riesenhit: „Time After Time“ von Cyndi Lauper

Riesenhit: „Time After Time“ von Cyndi Lauper; Foto: SWR3.de
SWR3.de

Die amerikanische Sängerin Cyndi Lauper veröffentlicht den Song „Time After Time“. Eine Woche später wird der Song zu ihrem ersten Nummer-1-Hit in den USA. Cyndi Lauper startete ihre musikalische Karriere in einer Coverband. Bald begann sie, ihre eigenen Songs zu singen und fand einen eigenen Stil, ein Mix aus New-Wave-Pop und Girlie-Rock. Auch „Time After Time“ hat Cyndi Lauper selbst geschrieben, unterstützt von Rob Hyman von den Hooters. Eric Bazilian war damals auch dabei: „Rob und Cyndi haben den Song gemeinsam geschrieben und als ich eine ganz frühe Version davon hörte, sagte ich: Das ist ein Klassiker, den ihr da gerade schreibt! Dieses Gefühl wurde noch stärker, als die Aufnahmen begannen. Das war magisch!“ Neben „Time After Time“ veröffentlicht Cyndi Lauper auf ihrem Debütalbum „She's So Unusual“ gleich drei weitere Top-Hits: „Girls Just Wanna Have Fun“, „She Bop“ und „All Through The Night“. Es sollte mit 14 Millionen verkaufter Exemplare ihr erfolgreichstes Album bleiben. Alle folgenden Platten verkauften sich nur mäßig. 1994 konnte Cyndi Lauper mit Remixen ihrer großen Hits nochmal an die früheren Verkaufserfolge anknüpfen.

27.3.2002 - R.E.M.: Michael Stipe hilft Peter Buck

Peter Buck von R.E.M.; Foto: dpa

R.E.M.: Peter Buck, Michael Stipe und Mike Mills

dpa

Michael Stipe, der Sänger von R.E.M., verteidigt seinen Gitarristen Peter Buck gegen die Vorwürfe der britischen Fluggesellschaft British Airways. Angeblich soll Peter Buck auf einem Flug einen Tobsuchtsanfall bekommen haben. Eine Stewardess der British Airways hatte befürchtet, Peter Buck könnte jemanden erstechen, als er in seiner Wut ein Messer aus dem Ärmel zieht. Das kann sich sein Kollege Michael Stipe aber beim besten Willen nicht vorstellen. Er kennt Peter nur als ausgeglichenen Menschen und beschreibt ihn als absoluten Gentleman. Der selben Meinung ist auch U2-Sänger Bono. „Ich habe ihm einmal fast den Arm verdrehen müssen, nur um ihn dazu zu bringen, einen Boxkampf zu besuchen. Er meinte damals, der Sport sei ihm zu aggressiv.“ Peter Buck wird später von einem Gericht in London freigesprochen, obwohl er angeblich während des Fluges 15 Gläser Wein getrunken hatte und ziemlich ausfällig geworden war.