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Matthias Kugler (Foto: SWR3)
Jörg Lange
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Kira Urschinger
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Benedikt Wiehle
Benedikt Wiehle (Foto: SWR3 Das Magazin)

Der Oscar für den besten Filmsong gehört im Musikgeschäft zu einer begehrten Trophäe. Bei der diesjährigen Preisverleihung ist Billie Eilish mit ihrem Sieger-Song aufgetreten.

Oscars 2022: Billie Eilish gewinnt mit No Time To Die

Billie Eilish und ihr Bruder Finneas O'Connell haben mit ihrem Lied No Time To Die (Deutscher Titel: Keine Zeit zu sterben) aus dem gleichnamigen James-Bond-Film ihren ersten Oscar in der Kategorie „Bester Song“ geholt. Bei ihrer Dankesrede dankten die Geschwister ihren Eltern, die für sie immer Helden und die größte Inspiration gewesen seien. Billie Eilish sagte: „Das ist so ungalublich, ich könnte schreien!“ und Finneas meinte: „Ein großes Dankeschön an die Academy. Wir versprechen, dass wir ihn (den Oscar) nicht verlieren werden.

The Oscar for Best Original Song goes to... #Oscars https://t.co/GviJzb3XZo

Bereits gewonnen haben sie mit dem Song einen Grammy und einen Golden Globe. Bei der Oscar-Verleihung am Sonntag im Dolby Theatre in Los Angeles waren die Geschwister mit ihrem Filmsong aufgetreten – Finneas am Piano, Billie Eilish mitten auf der Bühne, vor einem Orchester.

Andere Bond-Titelsongs, die bereits mit einem Oscar ausgezeichnet wurden, sind Skyfall von Adele und Writing's On The Wall von Sam Smith.

Auch Beyoncé hatte die Chance auf einen Oscar

Ebenfalls nominiert – und als Eröffnung der Show aufgetreten – war die Sängerin Beyoncé mit ihrem Filmsong Be Alive. Sie schrieb das Lied für den Film King Richard, der von der Tenniskarriere der beiden Williams-Schwestern Serena und Venus handelt. Wie Billie Eilish war Beyoncé zum ersten Mal für einen Oscar nominiert.

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Die größten Oscar-Hits und ihre Geschichte

SWR3-Musikredakteur Matthias Kugler erzählt in der Podcast-Serie Die größten Hits und ihre Geschichte die Storys zu den bekanntesten und erfolgreichsten Songs aller Zeiten. Hier gibt es Folgen zu Film-Hits, die bei den Oscar ausgezeichnet wurden. Von absoluten Klassikern bis zu einem aktuelleren Hit.

Oscar 1984

Irene Cara – Flashdance… What A Feeling

Irene Cara hätte eigentlich schon mit Fame einen Oscar für den besten Film-Song verdient gehabt. Da sie aber nicht als Songwriterin beteiligt war, musste sie vier weitere Jahre warten, bevor ihr dann 1984 mit Flashdance… What A Feeling aus dem gleichnamigen Kino-Film sogar ein noch größerer Erfolg gelang.

Im Film Flashdance geht um eine Schweißerin, die tagsüber in einer Fabrik schuftet und nachts tanzt. Das MTV-Zeitalter hatte mit Flashdance seinen ersten Musik-Blockbuster. Hauptdarstellerin Jennifer Beals öffnete damals bei den Oscars den Umschlag in der Kategorie bester Film-Song. Den Gänsehaut-Moment und die ganze Geschichte zum Song seht ihr hier im Video:

Weitere SWR3-Hit-Geschichten zu Nothing Else Matters von Metallica, Heroes von David Bowie oder Adeles Abrechnung mit ihrem Ex in Rolling in the Deep findet ihr auf unserem SWR3-YouTube-Kanal. Am besten gleich abonnieren!

Oscar 1994

Bruce Springsteen – Streets of Philadelphia  

Oscar, Golden Globe, Grammy: Mit Streets of Philadelphia räumte Bruce Springsteen alle wichtigen Awards ab, die man für einen (Film-) Song gewinnen kann. Dabei war es eher ein Zufall, dass der Boss für den Soundtrack eines Hollywood-Blockbusters zur Verfügung stand.

Regisseur Jonathan Demme hatte einen Rock-Song als Opener für seinen Film Philadelphia im Kopf. Der Film handelt von einem an Aids erkrankten Rechtsanwalt, gespielt von Hollywood-Star Tom Hanks. Als Bruce Springsteen die Eröffnungsszene gesehen hatte, in der Tom Hanks gedankenverloren durch die Straßen der Stadt zieht, kam ihm ein Text in den Sinn, den er schon vor längerer Zeit für einen verstorbenen Freund geschrieben hatte. Der passte allerdings überhaupt nicht zu einem Rock-Beat. Wie daraus trotzdem der Oscar-Hit wurde, hört ihr hier:

Bruce Springsteen 1994 mit seinem Oscar für den Film-Song Streets of Philadelphia (Foto: dpa/picture-alliance)

Die größten Hits und ihre Geschichte Streets Of Philadelphia – Bruce Springsteen

Dauer
Oscar 1998

Céline Dion – My Heart Will Go On

Eine Grundmelodie für Titanic hatte Film-Komponist James Horner schnell gefunden. Im Gegensatz zu Regisseur James Cameron war er aber davon überzeugt, dass ein Kino-Blockbuster nicht nur Orchestermusik braucht, sondern auch einen gesungenen Hit.

Die Stimme sollte von der franko-kanadischen Sängerin Céline Dion kommen – sie war in der Zeit eine der erfolgreichsten Popstars. Es gab nur ein Problem: Sie wollte den Titel-Song nicht singen. Ihr Mann René überredete sie dann aber doch zu einer Demo-Aufnahme und die wurde 1998 zum Mega-Hit und zum Oscar-Gewinner als bester Filmsong.

Celine Dion (Foto: dpa/picture-alliance)

Die größten Hits und ihre Geschichte My Heart Will Go On – Céline Dion

Dauer
Oscars 2000

Phil Collins – You'll Be In My Heart

Im dritten Anlauf bekam Phil Collins im Jahr 2000 endlich den lang ersehnten Oscar für den besten Film-Song: You'll Be In My Heart aus der Disney-Verfilmung von Tarzan. Unter dem Titel Dir gehört mein Herz gibt es sogar eine von Phil Collins selbst gesungene deutsche Version.

You'll Be In My Heart – Phil Collins (Foto: Disney - Warner Records)

Die größten Hits und ihre Geschichte You'll Be In My Heart – Phil Collins

Dauer
Oscar 2019

Lady Gaga – Shallow

Zwei Grammys, einen Golden Globe und obendrauf noch den Oscar für den besten Film-Song: Shallow. Das Super-Star-Duett zwischen Lady Gaga und Hollywood-Schauspieler Bradley Cooper aus dem Soundtrack zu A Star Is Born wurde 2018 zum Welt-Hit. Und womit? Mit Recht, denn die Ballade geht unter die Haut – textlich und musikalisch.

Lady Gaga, Bradley Cooper, Shallow (Foto: Interscope)

Die größten Hits und ihre Geschichte Shallow – Lady Gaga & Bradley Cooper

Dauer

Hier alle Folgen von Die größten Hits und ihre Geschichte hören:

Podcast Die größten Hits und ihre Geschichte

Diese Pop- und Rock-Klassiker kennt garantiert jeder, die Geschichte dazu aber oft nicht! In jeder Folge erfahrt ihr alles, was es zu dem jeweiligen Song zu wissen gibt.  mehr...

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