Diese Straßen erinnern mich an Treibsand.
Ein Schritt und schon zieht es dich runter!
Niemand reicht dir die Hand und zieht dich raus!
Du sinkst tiefer. Niemand hört deine verzweifelten Rufe
und du gibst auf.

Kaum aus dem Knast raus, stehst du schon wieder an der Straßenecke,
die Knarre unter’m Hemd versteckt und schlägst die Zeit tot.
Bissspuren auf deinem Rücken erinnern an die Zeit ohne Sonnenschein.

Da drinnen meinten sie, ich würde es schon schaffen!
Ihre Sprüche habe ich immer noch im Ohr,
und halte mich an das, was Gott mir gegeben hat.

Das Leben im Ghetto besteht aus essen und schlafen!
Abwechslung wäre Luxus und dafür ist kein Platz!
Alles kommt, wie es kommen muss.
Das Leben ist nur geborgt.
Genieß den Tag als wär’s dein letzter.
Blick nach vorn, ein Zurück ist ausgeschlossen.

Vertrau auf ein Gebet und hoff auf bessere Zeiten.

Wer behauptet, dass dieses Drama ein Ende findet, ist ein Lügner!
Immer noch sterben Schwarze oder werden eingelocht.
Junge Mädchen wachsen mit Aids auf.

Schüsse zerreißen die nächtliche Stille
und korrupte Polizisten gehen Streife im Ghetto.
Jeder Tag im Ghetto bedeutet Kampf.

Um die Kids satt zu machen, deal ich mit Koks und Gras.
Irgendjemand leidet immer im Ghetto.

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