Stand:

Woher soll ich wissen, was morgen ist? Oder übermorgen?
Ich weiß, dass du hier bei mir bist, heute.
Und dass wir es schaffen werden.
Und dass ich hoffe, dass du der Mensch bist,
mit dem ich den Rest meines Lebens verbringe.

Nur: ich will nicht wegrennen, aber ich pack das nicht.
Und was ich nicht verstehe: wenn ich tatsächlich nicht für dich gemacht bin,
warum sagt mir dann alles, was in mir drin ist, dass ich es doch bin?

Wen du nicht der eine Mensch bist,
warum bin ich dann heute so glücklich?
Und warum passen dann unsere Hände so gut ineinander?
Wenn du nicht für mich bist,
warum antwortet dein Herz dann auf meines?
Weil, wenn du für mich wärest, dann wär alles kein Problem.

Du sagst, dass ich dich nicht brauche.
Warum liege ich dann heulend auf dem Bett?
Und warum krieg ich deinen Namen nicht aus meinem Kopf?
Warum reißt die Distanz zwischen uns solche Wunden?
Und warum fühle ich, dass du meine Frau bist? Längst schon?

Ich weiß nicht, warum du so weit weg bist,
aber soviel weiß ich: das muss nicht so sein und bleiben.
Ich will mein Leben mit dir teilen,
und wenn es sein muss, mit dir sterben.
Will mein Zuhause bei dir und mit dir haben.
Wenn möglich für immer.

Weil du mir fehlst.
Mit Leib und Seele fehlst.
Und zwar so, dass ich kaum noch atmen kann.
Reicht grade noch, dass ich dich einatmen kann.
Ich hoffe, dass meine Kraft dafür ausreicht.
Aber: ich liebe dich.
Egal, ob das richtig ist oder falsch.
Und auch wenn ich heute Nacht nicht bei dir sein kann,
mein Herz, das ist da. Bei dir.

Autor
SWR3