Stand:

Verzweifelt zupfe ich meine Lieblingsakkorde: D E F
und hoffe auf die zündende Idee, auf ein starkes Riff.
Aber alles, was rauskommt, klingt nach Moll:
A D D und genauso „down“ fühle ich mich: leer und ausgebrannt.

Jetzt komm, reiss Dich zusammen!
Konzentration!
Wo bleibt die Inspiration?

Krampfhaft suche ich nach der Magie, um daraus einen Klassiker zu machen.
Der Papierkorb quillt über. Kluge Reime – geboren und wieder verworfen!
Dabei sind die drei Worte, auf die es ankommt doch so einfach und simpel:
Ich liebe Dich!

Warum versuche ich mich an Byron, Keates und Shelly, um daraus hippe Verse zu zimmern? Selbst fette Bassbeats machen die Texte dieser toten Dichter nicht wieder lebendig und können dir meine Liebe nicht vermitteln!

Die Band ist schon angesäuert, das Studio gebucht und ich habe einen Blackout.
Dein Abgang hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen.
Und nichts, was ich jetzt noch schreibe, wird deinem Anspruch gerecht werden.

Mir ist, als stände ich, im gleißenden Scheinwerferlicht auf einer leeren Bühne,
der Vorhang oben und würde verzweifelt versuchen, etwas zu finden,
hinter dem ich mich mit meiner entblößten und verletzten Seele verstecken kann.

Alles, was mir einfällt, sind nur diese simplen Worte, direkt aus meinem Herzen:
Ich liebe Dich! Ist das so o.k. für dich?

Autor
SWR3