Stand:

Heute könnte ich die ganze Welt mal wieder an die Wand klatschen.
Du bist so verdammt gut zu mir. Das weiß ich. Ich kann’s aber auch nicht ändern.
Ich hab’ versucht, dir das klar zu machen.
Aber du hältst mich immer noch für so’n süßes kleines unschuldiges Engelchen.
’Ganz tief in mir drin...’.
Jaja.
Gut. Gestern hab’ ich geheult.
Und du hast dich wahrscheinlich gefreut, endlich mal meine softe Seite zu sehen.
Ich kann gut verstehen, dass dich das durcheinander bringt.
Du bist weiß Gott nicht zu beneiden mit mir.
Ich bin halt ein bisschen was von allem, und alles schön durcheinander.

Das beste wäre, du nimmst mich, wie ich bin.
Dafür solltest du stark sein.
Vielleicht stärker als du bist.
Eins kann ich dir versichern - wenn ich dich mal nervös mache, wenn ich’s zu weit treibe:
Morgen bin ich wieder vollkommen anders, und heute heißt gar nichts.
Und wenn du mal denkst, du hast mich begriffen, dann ändere ich mich grade mal wieder.
Ich glaube das ist gut so.
Tu, was du tun musst. Aber versuch’ nicht, mich zu ändern.
Ich bin halt so:

Nutte, Lover, Kind, Mutter, Sünderin, Heilige. Alles durcheinander.
Deine Hölle und dein Traum.
Eine Göttin auf Knien.
Und wenn’s dir weh tut, wenn du leidest, dann bin ich dein Inkognito - Engel.
Es hat Zeiten gegeben, da war ich total zu.
Und jetzt lebe ich wieder.
Du wolltest es nicht anders.
Und ich auch nicht.

Autor
SWR3