Stand:

Morgens, wenn die Welt aufwacht, dann wird das erste, was Du von mir hörst Dein Name sein. Und wenn ich mal vom Morgen überrascht werde, und ich nicht bei Dir zu Hause bin, dann wird es genauso sein. Und wenn es dann Abend wird, und so spät, daß es nichts mehr zu sagen gibt, dann ist es wieder so: Dein Name. Das erste und letzte, was mir über die Lippen kommt, tagtäglich.
Weil ich Dich liebe. Sehr liebe. Mehr noch als sogar das Tageslicht.
Und so wird auch bleiben. Solange, wie ich an das Leben glaube. An Dich glaube.
Was aus den ganzen Frauen geworden ist, die ich vor Dir gekannt habe, weiß ich nicht.
Und ebenso wenig weiß ich, was aus all den Orten geworden ist, an denen ich mit diesen Frauen war. Wir waren damals einfach losgegangen, bis uns die Zeit ausgegangen war.
Und das war dann das Ende.
Mit Dir ist das anders: uns geht zwar auch manchmal die Zeit oder die Puste aus, aber der Glaube an uns nicht.
Und darum ist das so bei mir, daß eben Dein Name meinen Tag beginnt und aufhört.
Weil ich Dich liebe. Mehr als das Licht. Und eigentlich auch noch mehr als das Leben.
Und darum wird das auch so bleiben, solange ich – und solange Du glaubst.
Denn solange ich glauben kann, daß Du an mich glaubst, solange glauben wir an uns.

Autor
SWR3