Stand:

Wenn es regnet,
dann sitze ich zu Hause und frage mich,
warum ich mich so allein fühle,
seit du gegangen bist.
Wenn es regnet,
und wenn der Sommerregen die Erde tränkt,
dann schau ich jedem einzelnen Tropfen nach
und rufe dich.

Wenn es regnet,
dann lasse ich den Kopf hängen,
mich hängen,
dann ist es mir gleichgültig
ob ich es allein schaffe oder nicht.
Eher nicht.

Manchmal, spät in der Nacht,
wenn dann meine Augen endlich zu fallen,
dann stell ich mir vor, dass du hier bist, bei mir.
Und wenn dann der Regen fällt,
wache ich auf und merke,
dass ich allein bin.
Und es bleibe.
Dann höre ich jedem Tropfen beim Fallen zu,
und sage mir, dass es mir nichts ausmacht.
Und belüge mich dabei.
Sage mir, daß es jemand anderen geben wird.
Nur: wenn es regnet,
dann weiß ich, dass du es nicht sein wirst.

Autor
SWR3