Stand:

Die Zeit beginnt langsam, nach ihm zu rufen.
Und obwohl er den Ruf hört, schaut er immer noch hinaus auf’s Meer.
Weil irgendwo da draußen seine Träume liegen,
seine unendliche Geschichte.
Und bevor er seine Antworten nicht gefunden hat,
folgt er keinem Ruf und geht er nirgendwo hin.

Leise klopft er an ihre Tür, steht geduldig da und wartet.
Und obwohl sie ihn hört, sitzt sie ruhig in ihrem Stuhl.
Und schaut in eine Weite, in der ihre Hoffnungen und Träume auf sie warten.
Und bevor sie nicht um das Warum weiß,
steht sie nicht auf.

Das Kind schläft still, friedlich im Bett.
Zärtlich streichelt er den kleinen Kopf,
beugt sich herab und flüstert leise Worte auf ihn ein.
Und obwohl das Kind den Vater hört,
hört es nicht auf im Schlaf zu lächeln und die kleinen Füßchen im Traum zu bewegen.
Denn irgendwo da draußen liegt ein Leben,
das es zu leben gilt.
Daran hält sich das Kind fest und bleibt an seinem Platz.

Für manche Menschen gibt es keine Zeit
Und gibt es kein „Zu spät“.

Für das, was wir für Sicher und Gegeben nehmen,
gibt es noch viel viel mehr, was niemals sicher ist.
Und darum ziehen wir es vor, die Augen zu zu machen
Und wissen daher nie, was hätte können sein.

Autor
SWR3