Stand:

Manchmal schau ich in den Himmel und frage mich, wie hoch ich jemals kommen kann, und ob ich das dann auch merke, wenn ich es schaffe. Und dann nehme ich meine Brille ab, mach die Augen zu und lass die Sonne durch meine geschlossenen Lider scheinen, und dann weiß ich irgendwie, dass für jeden seine Zeit kommt.

Die Leute kämpfen dauernd
Und sagen, dass man sich beeilen muss, um sich das, was einem gehört, zu holen, bevor jemand anderes es einem wegnimmt, schneller als man gucken kann.
Aber man kann auch suchen und dann finden, jeder so wie er mag, jeder in seiner Zeit.
Und ich mach das so.
Ich nehm das als mein Risiko.
Und zwar für das, was ich glaube, dass es nur mir gehört.
Du kannst dich aufreiben in deiner täglichen Routine,
weil du Angst hast, dass sonst alles zusammenstürzt.
Das kannst du so machen, damit alles so bleibt, wie es ist.
Aber du kannst es auch anders machen,
die Flut mal auf’s Meer rausfließen lassen.
Wie ein Schmetterling, oder wie ein Lied.
Und glaub mir: wenn du dich mal aufgibst, wird alles gut.
Mach mal was Dummes.
Mach mal ganz bewusst was Falsches.
Das brauchst du.
Das braucht jeder.
Manchmal.
Manchmal bleibt dir nichts anderes übrig, als etwas zu tun, was überhaupt nicht du bist.
Du hast alles, was du brauchst, um du zu sein.
Das ist alles, was du brauchst, um was darzustellen.
Ich hab das so gemacht.
Ich bin dabei zwar in ein mittleres Erdbeben geraten,
aber ich komm wieder hoch.
Weil jeder sein bestimmtes kleines Etwas hat.
Und das ist es, was einen manchmal lachen lässt,
so unbeschwert wie ein kleines Kind.

Autor
SWR3