Stand:

Tag für Tag im trüben Wasser schwimmen
und auf das Ende warten?

Mühsam durch schwere Luft gleiten –
für nichts und wieder nichts!
Wem soll man die Hand reichen?

Wenn ich schon von oben herabstürzen muss,
dann wünsche ich mir einen langsamen Fall.
Meine Ruhe habe ich immer nur in der Meinungslosigkeit gefunden!

Wie gern hätte ich meine Unschuld zurück.
Aber jetzt macht nichts mehr Sinn!
Alles ist vergebens! Umsonst!

Um mich herum regiert das Chaos!
Meine Ideale sind zu abgenutzten Worte geworden.
Ich suche nach einer helfenden Hand,
denn ich gehöre zu einer enttäuschten Generation.

Wer sollte mich davon abhalten können,
alles in mich aufzunehmen, wenn die Vernunft versagt?

Wem kann man sich noch anvertrauen?
Wer will ernsthaft behaupten: uns, wohl und behütet,
in seinem Bauch noch schaukeln und beschützen zu können?

Wenn der Tod ein Rätsel geworden ist
und das Leben nichts Angenehmes mehr zu bieten hat,
wenn der Himmel tatsächlich Hölle bedeutet,
dann kann er lange auf mich warten!

Sag mir, wie man sich in dieser Welt mit ihren Gegensätzen
zurecht finden soll, wo nichts mehr Sinn macht und nichts mehr geht!

Autor
SWR3