Stand:

Ich hab dieses Leben so satt,
stets unterdrückt von meinen kindischen Ängsten.
Wenn du gehen musst, werde ich dich nicht zurückhalten!
Doch deine Gegenwart bleibt und wird mich nicht in Ruhe lassen!

Diese Wunden scheinen nicht zu heilen.
Der Schmerz ist einfach real,
und sitzt zu tief, um in Vergessenheit zu geraten!

Ich war bereit, dir deine Tränen zu trocknen,
dir die Angst in deinen Schreien zu nehmen!
So, wie ich dir in all den Jahren stets deine Hand gehalten habe.
Und das wird sich auch niemals ändern.

Deine Gegenwart hat mich gefesselt,
und jetzt bin ich von dem, was davon übrig geblieben ist, abhängig!
Dein Gesicht verfolgt mich in meinen, einst angenehmen, Träumen.
Deine Stimme hat mir den Verstand geraubt!


Deine Tränen hätte ich getrocknet – die Angst deiner Schreie genommen,
so, wie ich dir immer die Hand gehalten habe.

Ich habe versucht, mir einzureden, du wärest fortgegangen,
doch du bist noch immer hier, und dennoch spüre ich diese innere Einsamkeit!

Autor
SWR3