Stand:

Wahrscheinlich bist du schon weg.
Und ich glaube, dass ich jetzt Angst kriege.
Du denkst jetzt sicher, dass ich schwach bin.
Aber ich glaube, dass du dich da irrst.
Vielleicht gehst du auch grade jetzt, in diesem Moment.
Ich hab das Gefühl, dass du jetzt grade den Schlüssel umdrehst.
Diese Wohnung war mal unser Reich.
Wenn du weg bist, dann ist es jetzt vielleicht Zeit heimzufahren.
Damit ich endlich Luft zum Atmen habe. Aber es wird zuviel Luft zum Atmen da sein.

Das wird hart werden, über dich wegzukommen. Jede Wette.
Und die Wohnung wird zwar sauber sein aber nicht schön.
Ich wette meinen Kopf, dass ich das schaffe.
Aber ich wette auch, dass du mehr brauchst, als du glaubst.

Ich halte dich für gemein.
Und ich glaube, wir sollten es nochmal versuchen.
Ich glaube, dass ich dich brauche. Für mein Leben brauche.
Ich denke, ich hab Angst davor.
Ich denke zuviel.
Mein übliches Problem.
Wenn du jetzt weg bist, dann bin ich gelähmt.
Aber wenn du weg bist, dann musst du wiederkommen.
Weil in allem was du bist ein ganz kleines Stück von mir steckt.

Autor
SWR3