Stand:

Manche bleiben stehen.
Manche werden nur langsamer.
Manche schauen dich an.
Und manche starren dich an.
Wo sie hingehen, was sie tun – keine Ahnung.
Und ob sie helfen würden, oder ob es sie auch nur kümmert – auch keine Ahnung.
Und ich geb lediglich das lose Kleingeld, was ich so in der Tasche habe.
Ob das was hilft, wenn du kein Dach überm Kopf hast?
Andere drehen sich gleich weg.
Wenn ich da sitzen würde – du würdest wahrscheinlich stehenbleiben.

Warum bist du so tief gefallen?
Bist du überhaupt gefallen?
Bist du zufrieden, wenn du unterm freien Himmel schläfst?
Oder fühlst du dich einsam zwischen all den Autos aufm Parkplatz?
Wenn ein Gewitter kommt – wo gehst du dann hin?
Und wenns kalt wird, ist es dann deine Hoffnung, die dich warm hält?

Ich könnte ohne mein Telefon nicht leben.
Du hast noch nicht mal eine Adresse.
Du hast nichts und DU lebst auf der Straße.
Vergib mir bitte mein Selbstmitleid.

Aber – wie tief sind wir eigentlich gefallen?
Und kommen wir überhaupt nochmal irgendwie hoch?
Sind wir glücklich, so wie wir sind auf unserem privaten kleinen Stern?
Du hast zumindest noch eine Hoffnung, die dich wärmt, wenn es kalt wird.

Autor
SWR3