Stand:

Ich hab keine Angst vor dem Weg.
Weil ich ihn sehen will.
Auskosten will.
Jede Biegung, jede Windung.
Bis es gut sein wird.

Weil der Wind mich tragen wird. Und dich.

So wie all das, was du den Sternen sagen willst,
wie der Lauf aller Dinge,
wie die Zärtlichkeit und der Schlag,
wie die Paläste anderer Tage,
von gestern, von morgen:
ein flüchtiger Eindruck wie von Samt,
und dann kommt der Wind und trägt alles davon.

Unser Erbgut, unsere Gene nimmt er.
Trägt sie in die Luft,
in die Atmosphäre,
in die Galaxien,
wie ein fliegender Teppich.

Der Duft der Jahre davor,
all das, was Einlass verlangt an deiner Tür,
diese Unendlichkeit von Schicksalen,
deren eines man lebt.
Und was bleibt zurück davon?

Eine Flut, die beständig steigt,
eine Erinnerung, die jeder ab und an hat.
Und im Herzen des Schattens, der von mir bleibt,
nehme ich mit mir die Spur, die von dir bleibt.
Bis der Wind alles davonträgt.

Autor
SWR3