Es gibt eine Unzahl nie gesprochener Worte,
die sich aus der Flut des Lärms herausheben.
Und ebenso viele tränennasse Augen,
die sich aneinanderklammern im Sturm.
Es ist ein nie enden wollender Kreislauf,
in dem das große, das goldene Ziel immer nahe scheint.
Doch dann fällt der Vorhang und begräbt meine Tränen unter sich.
Manchmal wünschte ich, du könntest meine Gedanken hören,
diese zitternden, gesichtslosen Phantome.
Ich wünschte, du könntest mit deiner Ehrlichkeit meine Träume am Sterben hindern.
Könntest das Dunkel hell machen,
in dem ich lebe und nur noch auf die Zukunft hoffe,
könntest es mit deiner jungen, frischen Stimme weiß machen,
wie frischer Schnee auf schwarzem Land.

Du hast dieses Licht um deine Augen.
Einen Stern. Der umgibt dich, dein Denken.
Dein Lächeln, dass das direkte Bild deiner Seele ist.
Gib mir bitte deine Hand.
Und lass mich bei dir zu Hause sein.

Manchmal, wenn du deinen Kopf hebst,
dann siehst du aus, als wärest du meilenweit entfernt bei dir selbst, in dir selbst.
Dann komme ich in Versuchung, in dich einzubrechen, in deine Welt.
Habs versucht. Vergebens. Gott sei Dank.

Ich weiß, dass du dieses Lied hörst.
Und du wisse bitte, dass ich dich nicht verlassen werde.
Nicht in drei Eiszeiten.
Du bist meine große Liebe. Dein Zuhause ist mir zwar noch fremd.
Aber – wer bist du eigentlich?

Autor
SWR3.Online