Stand:

Ich fühl mich wie in einem Loch eingezwängt.
Physisch und psychisch.
Und du rennst völlig außer Kontrolle rum.
Dafür weiß ich jetzt, warum es nicht mehr ging.
Wissen wir wohl beide. Warum.

Du brauchts wohl doch mehr die großen Stars.
Zumindest eher als jemanden wie mich.
Und Du spielst lieber mit dem, was du als „große Jungs“ bezeichnest.
Vielleicht hast du das irgendwo gelesen und es hat sich bei dir im Kopf festgesetzt.
Wobei ich eigentlich nicht glaube, dass es überhaupt so tief steckt bei dir.
Irgendwie brauchst du’s wohl, daß man dich betrügt.
Aber das stört mich nicht mehr.
Weil ich inzwischen ohne dich zurecht komme.
Und das sogar noch dazu recht gut.

Weißt Du: es war der Morgen nach der Nacht.
Ich hatte was gefühlt.
Und dann waren all deine Telefone umgeleitet.
Wie ich dich dann irgendwann erreicht hatte,
da warst du dann richtiggehend trotzig und aufsässig.
Und hast gesagt, dass es nicht sei, was ich dächte.
Und hast weiter geleugnet.
Irgendwann hab ich dann die Geduld verloren.

Mich wundert nur eines:
wie schnell du Vergangenheit geworden bist.
Ich hab nicht geklagt. Zumindest nicht in der Öffentlichkeit.
Ich hab noch daran rumzukauen. Scham, Schande, Schmerz.
Und an meinem Teil der Schuld.
Aber inzwischen mache ich wieder Pläne.
Und in denen ist kein Platz mehr für dich.

Autor
SWR3