Stand:

Hey, psst. Ruhig.
Hör auf zu weinen, und wisch dir die Tränen ab.
Du bist in Sicherheit, es war nur ein böser Traum.
Dein Hirn hat dir einen Streich gespielt,
damit du den Schmerz fühlst,
damit du fühlst,
wie es ist, wenn ein Freund aufhört zu leben.
Aber du hast noch eine Chance.
Wach auf, stell dich dem Tag.
Der Traum ist vorbei, oder vielleicht hat er grade erst auch angefangen.
Es gibt einen Ort, an dem ich mich verstecke,
eine Tür in die Nacht.
Du warst schon dort, doch du hast ihn nicht erkannt, hattest Angst.
An diesem Ort wirst du lernen.
Wirst lernen, dich deinen Ängsten zu stellen,
durch deine Jahre zurückzukehren zu dir,
wirst lernen, deine Launen zu steuern,
nach deinen Launen zu leben,
mit deinen Launen zu herrschen.
Du wirst lernen, in einer ganz neuen, magischen Dimension zusehen
und zuhören.

Wenn du dich mir öffnest,
dann musst du dich nicht mehr auf deine Augen verlassen.
Mauern, die du in dir hochgezogen hast, werden in dir zusammenbrechen.
Und aus den Trümmern entsteht deine neue Welt.

Eine Welt, in der du doppelt lebst,
sowie du sie erfasst hast.
Eine Traumwelt, in der du sicher bist vor Schmerzen.
Eine Welt, in der du nichts weiter bist,
als eine Seele, die ihre Flügel gefunden hat.
Und der Weg dorthin ist nichts weiter als die Reise in dich selbst.
Du bist Herr dieser Illusion,
denn es ist dein Traum, der wahr wird.
Du wirst mich dorthin führen,
aber ich werde über dich wachen,
werde dich stärken,
Dich vor der Nacht schützen,
werde dich anlächeln.
Werde still sein. Und klar.

Autor
SWR3