Stand:

Und plötzlich kam die Angst
von irgendwo...
Kam rein
und hat es sich bequem gemacht.

Die ganze Nacht hat sie nach dir gerufen
bis sie dich im Griff hatte.
Denn müde wird sie nie,
braucht keinen Schlaf.

Wenn sie dir folgt,
auf Schritt und Tritt
und irgendwann auf dich einprügelt,
mit ihren Fäusten,
knallhart,
dann lass mich die Angst wegküssen.

Ich wünschte, ich könnte sie einfach wegpusten,
ihr das hungrige Maul stopfen,
einfach das Schloss austauschen,
sie verjagen.

Erst die Straße runter,
dann aus der Stadt.
Ich werd dein Panzer sein,
bis von ihr nichts mehr zu sehen ist.
All meine Liebe fahr ich gegen sie auf.

Gegen die Angst,
die dich festhält,
die dich lockt,
die dir zärtliche Worte zuflüstert,
in eisiger Umarmung.

Die Angst ist wie ein
ungebetener Gast:
Ich hatte für zwei gekocht, für zwei gedeckt,
aber sie ist zusammen mit dir durch die Tür,
isst von deinem Teller,
macht sich breit
und tröpfelt Gift auf deinen Löffel.

Keine Sorge,
irgendwie werden wir ihr hungriges Maul stopfen.

Ja, sie ist hellwach
aber ich halte Wache,
bis du schläfst,
bleibe auf,
bis sie geht.

Siehst du, jetzt geht es besser...
sie hat sich zu früh auf den Weg gemacht.
Dachte, sie hätte gewonnen,
aber keine Sorge,
wenn sie wiederkommt!
Meine Liebe wird ein brüllender Schrei sein.
Wirst schon sehen,
wie sie flüchtet...
Deine Angst....
Wirst schon sehen...

Autor
SWR3