Stand:

Es ist jetzt sieben Wochen her,
seit sie mich verlassen hat.
Sie kommt vorbei und fragt mich:
„Wie geht es dir? Den Kindern geht es gut.
Du könntest ab und zu vorbeikommen und babysitten?
Sag, mal, bist du ok?
Ich hab mir schon Sorgen um dich gemacht.
Kannst du mir verzeihen?
Ich hoffe, dass du glücklich wirst…“

Ich bin so glücklich,
dass ich nicht aufhören kann zu weinen,
so glücklich bin ich, dass ich durch meine Tränen lache.

Ich hab einen alten Freund getroffen
Und er sagte:
Ich hab mir Sorgen um dich gemacht.
Hab gehört, dass sie nen anderen hat
und ich hab mich gefragt, wie du das aufgenommen hast?

Ich bin so glücklich,
dass ich nicht aufhören kann zu weinen,
so glücklich bin ich, dass ich durch meine Tränen lache.

Hab meinen Rechtsanwalt „Mister Gute Nachrichten“ getroffen,
er hat mir zum gemeinsamen Sorgerecht und zur amtlichen Trennung
verholfen.

Ich bin so glücklich,
dass ich nicht aufhören kann zu weinen,
so glücklich bin ich, dass ich durch meine Tränen lache.
so glücklich bin ich, dass ich durch meine Tränen lache.

Letzte Nacht bin ich alleine spazieren gegangen
Ich hab nach oben zu den Sternen geschaut,
um eine Antwort für mein Leben zu finden.
Ich hab einen Stern für mich ausgesucht,
einen Stern für ihn,
zwei Sterne für meine Kinder
und einen Stern für meine Frau.
Und irgendwas brachte mich zum Lächeln,
irgendwas schien meinen Schmerz zu lindern.
Etwas, das mit dem Universum zu tun hat und
wie alles zusammenhängt.

Der Park ist voller Sonntagsväter und geschmolzener Eiscreme.
Wir versuchen unser Bestes zu geben
in der begrenzten Zeit, die wir miteinander haben.
Ein Kind sollte bei seiner Mutter sein,
jeder weiß das.
Was kann ein Vater tun – außer ab und zu babysitten?
Ich hab den Freund von mir wieder getroffen und er sagte:

Ei, Du siehst irgendwie verändert aus.
Ich sagte: „Jeder muss irgendwann aus der Dunkelheit wieder rauskommen“

Ich bin so glücklich,
dass ich nicht aufhören kann zu weinen,
so glücklich bin ich, dass ich durch meine Tränen lache.
so glücklich bin ich, dass ich durch meine Tränen lache.

Autor
SWR3

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