Stand:

Manchmal würd’ ich dich einfach nur gern mal in meine Haut stecken.
Dafür sorgen, dass du dich mal unschön findest.
Mir hat man immer gesagt, dass ich hübsch wär’.
Inzwischen brauch’ ich nen Spiegel, um rauszufinden, wer ich bin.
Die mit den langen Haaren von außen.
Und innen drin immer noch ich selbst.
Von außen seh’ ich eigentlich ganz o.k. aus.
Innen drin eher beschissen.
Ich glaub zwar immer wieder, dass ich damit fertig bin, aber....
Alles deine Schuld.
Ich hab’s auf zig verschiedene Arten probiert,
aber letztendlich bleibt’s dabei:
Am Abend kann ich mir mal wieder selber die Schuld geben.
Mal wieder auf die Schnauze gefallen.

Bevor ich dich kennen gelernt hab,
hab ich so was wie Unsicherheit nicht gekannt.
Jetzt bin ich die Doofe.
Ich hab mich immer für ziemlich niedlich gehalten,
bisschen mager vielleicht.
Und jetzt kümmere ich mich auf einmal um Sachen,
die mich fertigmachen.
Nur damit du glücklich bist.
Vielleicht sollte ich dich loswerden, damit ich wieder ich werde.

Wenn man Haare hat, die wie Stroh aussehen,
dann kauft man sich halt neue.
Und wenn dem Freund deine Nase nicht passt,
dann lässt man sich ne bessere operieren.
Man kann sich jedes x-beliebige Make-up kaufen, was es nur gibt.
Aber solange du nicht in mich reinkucken kannst,
solange du nicht rausfinden willst, wer ich bin,
hast du kein Recht mir das Gefühl zu geben,
dass ich scheiße aussehe.
In Wirklichkeit bist nämlich du Scheiße.

Autor
SWR3

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