Stand:

Ich hör dich unten im Flur,
wie du mit jemandem telefonierst
und dein Leid und deine Einsamkeit klagst
und dabei bitterlich weinst.
Vielleicht waren wir damals wirklich noch zu jung und zu naiv.
Ich verschwinde jetzt,
bevor das Baby aufwacht.
Brauche Abstand,
um mit mir selbst wieder ins Reine zu kommen.

Zulange habe ich auf die falschen Stimmen gehört.
Am besten schicke ich den inneren Schweinehund zum Teufel
und beginne nochmal bei null!

Kann sein, dass ich wirklich nichts tauge,
aber du bist alles was ich habe!
Die einzige, der ich vertrauen kann.
Hör bitte nicht auf, an mich zu glauben.
Gib mir etwas Zeit, mich selbst zu finden.
Ich weiß, es wird hart und seine Zeit dauern.
Aber gib mich nicht auf - ich werde es schaffen!

Alle haben damals gesagt,
ich wäre nicht gut genug für dich.
Doch du hast trotzdem zu mir gehalten.
Beweis ihnen jetzt, dass sie unrecht hatten.
Nach all dem, was wir beide durchgemacht haben.
Ich weiß, irgendwo am Ende des Regenbogens ist ein Platz für dich und mich.

Jedes Bild hier im Haus ist ein Zeuge dafür,
wie es in der Vergangenheit mit uns auf und ab gegangen ist.
Wie wir uns nach allen Niederlagen wieder an einander aufgerichtet haben.
Die anderen da draußen haben doch gar keine Ahnung davon.

Wenn ich es schaffe, dann nur mit deiner Hilfe!

Autor
SWR3