Stand:

Die Flut steigt,
steigt wie der Druck in meinem Kopf,
die Nacht tut weh.
Zwei Liebende, nackt, keine Decken auf dem Bett
Und der Tag graut herauf.

Erinnerst du dich, wie wir immer im Regen schwimmen gegangen sind?

Ich hab geschlafen wie ein Toter.
Du bist wach dagesessen und hast jemandes anderen Traum geträumt.
Der Kaffee ist kalt, aber was soll’s.
Kompromiss.
Nichts neues für dich.

Ich denke dauernd an dich.
Und weiß, dass das nicht genug ist.

Es ist heiß hier drin wie Hölle.
Hoffentlich kracht’s bald.
Luft wie ein Schraubstock.
Vielleicht wäscht der Regen unser Pech weg.

Wir wollten Farben sehen, die es noch nicht gibt,
und Orte, an denen noch nie jemand war.

Der Himmel hat einen Riss. Mittendurch.
Wenn der Himmel reißen kann,
dann muss es auch einen Weg zurück geben.
Wenn man so sehr liebt.

Autor
SWR3

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