Stand:

Tagsüber geht es einigermaßen, ich hab viel zu tun, kann mich ablenken
Und ich frage mich nicht dauernd, wo er ist.

Ich hab es so satt zu weinen.
Wenn ich mich wieder mal dabei ertappe, hau ich die Bremse rein.
Ich dreh mich um 180 Grad, bleibe wach und putz die Wohnung

Wenigstens saufe ich nicht.

Ich renne durch die Gegend, um bloß nicht darüber nachdenken zu müssen, dass ich nachdenke.
Dieses unbestimmte Gefühl der Erfüllung verschwindet jedes Mal wieder, wenn die Sonne untergeht.

Wenn ich dann von ihm träume, dreht sich mir der Magen um.
Die Angst überflutet mich und ich weine mir die Augen aus, weine IHN aus meine Augen raus, der Mond spiegelt sich in meine Tränen.
Und dann wache ich auf. Allein.

Ich wünschte , mein Herz wäre rastloser,
denn sobald ich ruhig werde, schlafe ich wieder ein.
Atemlos. Und dieser Schmerz in meiner Brust.
Wieder ein Tag vorüber und die Nacht kommt über mich.

Ich stehe vor ihm und mir wird eiskalt.
Ich weiß, wenn er zu mir kommt heute Nacht,
werde ich zerfließen.
Er wird in mir ertrinken, wenn wir im blauen Mondlicht baden.

Und ich wache auf. Allein.

Autor
SWR3