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Björn Widmann
Björn Widmann, SWR3; Foto: SWR3
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Fünf Grammys kann Newcomerin Billie Eilish ihr eigen nennen – alle vier Hauptkategorien plus den Preis für das beste „Pop Vocal Album“. Das hat bisher nur ein Künstler geschafft.

Grammy-Verleihung 2020; Foto: picture alliance/Matt Sayles/Invision/AP/dpa

Billie Eilish sang ihren Song „When the Party is Over“ im Schlafanzug

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Die Grammy Awards in diesem Jahr standen ganz im Zeichen von Billie Eilish: Die gerade einmal 18 Jahre alte Newcomerin schaffte etwas, was bisher nur einem Künstler gelang. Sie bekam Auszeichnungen in allen vier Hauptkategorien.

Ihr Song „Bad Guy“ gewann als „Song des Jahres“ und „Aufnahme des Jahres“. „When We All Fall Asleep, Where Do We Go?“ wurde zum besten Album erklärt, und Billie gewannfür ihren Elektropop auch den Preis als „Bester neuer Künstler“.

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Erste Frau, die alle Hauptkategorien gewinnt

Christopher Cross hat als erster Künstler bei den Grammys bisher im Jahr 1980 alle vier Hauptkategorien für sich entschieden, Billie Eilish war in diesem Jahr die erste Frau, der das gelang.

Neben den vier Hauptkategorien gewann Eilish auch in der Sparte „Bestes Pop Vocal Album“. Ihr Bruder Finneas O'Connell, der Billies Musik produzierte, gewann Grammys in zweiweiteren Kategorien.

Lizzo hat das Nachsehen

Grammy-Verleihung 2020; Foto: picture alliance/Matt Sayles/Invision/AP/dpa

Sängerin Lizzo war achtmal nominiert, gewann letztendlich aber nur in drei Kategorien.

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Lizzo ist als zweite große Favoritin bei den Grammys gehandelt worden – musste gegen Billie Eilish aber zurückstecken. Die 31-Jährige war achtmal nominiert, bekam dann aber Preise in nur drei Kategorien, darunter „Beste Pop Solo Performance“.

Auch Lil Nas X, der mit „Old Town Road“ einen neuen Rekord gesetzt hat, weil er 19 Wochen lang an der Spitze der US-Charts stand, konnte nur in zwei Nebenkategorien gewinnen: für das beste Musikvideo und die beste Pop-Duo/Gruppen-Performance. Nominiert war er sechsmal.

Gedenken an Kobe Bryant

Grammy-Verleihung 2020; Foto: picture alliance/Matt Sayles/Invision/AP/dpa

Der Tod von Basketball-Ikone Kobe Bryant war auch bei den Grammys Thema.

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Überschattet wurde die Preisverleihung im Staples Center in Los Angeles von einer traurigen Nachricht: Basketball-Ikone Kobe Bryant und seine Tochter starben am Nachmittag bei einem Hubschrauberabsturz ganz in der Nähe von Los Angeles.

„Wir stehen hier, und unsere Herzen sind gebrochen, im Haus, das Kobe erschaffen hat“, sagte Moderatorin Alicia Keys zu Beginn der Preisverleihung. Keys sang dann mit der R&B-Band Boyz II Men eine berührende Akustik-Version von deren Song „It's so Hard to Say Goodbye to Yesterday“.

Mehr emotionale Momente bei den Grammys

Es gab aber noch mehr emotionale Momente bei den Grammy Awards. Einer davon war der erste große Auftritt von Demi Lovato nach ihrer gesundheitsbedingten Pause. Sie musste unter Tränen ein zweites Mal für ihre Power-Ballade „Anyway“ ansetzen.

Den Song hat sie 2018 aufgenommen, vier Tage vor einer fast tödlichen Überdosis Drogen. Damals war sie im Krankenhaus gelandet und startete danach eine Therapie. Für ihren Auftritt gab es genauso Standing Ovations wie für einen Tribut an den erschossenen Rapper Nipsey Hussle. Den sangen unter anderem John Legend, DJ Khaled und Meek Mill. „Lang lebe Nips, lang lebe Kobe“, sagte Khaled am Ende.

Mehr als 80 Kategorien

Die Grammys werden in mehr als 80 Kategorien vergeben. Etwa 13.000 Mitglieder der Recording Academy entscheiden jedes Jahr über die Preisträger. Für die meisten deutschen Nominierten war schon im Vorfeld der Show klar, dass sie keine Preise bekommen werden.

Einzig die NDR Big Band als Begleitung des US-Jazztrompeters Randy Brecker siegte in der Kategorie „Bestes improvisiertes Jazz-Solo“ für „Sozinho“ auf seinem Album „Rocks“. Filmkomponist Hans Zimmer und Techno-Musiker Apparat gingen in ihren Kategorien dagegen leer aus.

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Björn Widmann
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