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Fans können aufatmen: Taylor Swift darf bei den American Music Awards nun doch wie geplant ihre größten Hits singen. Ihr ehemaliger Labelchef wollte den Auftritt verhindern.

Weil Taylor Swift die Rechte an ihren ersten sechs Alben nicht selbst besitzt, wäre ihr Auftritt bei der AMA-Gala am 24. November 2019 fast ins Wasser gefallen. Bei der Preisverleihung soll die Sängerin den Titel „Künstlerin des Jahrzehnts“ bekommen. Das will sie mit einem Medley aus Songs der letzten zehn Jahre feiern.

Einigung zwischen Produktionsfirma und Plattenlabel

Sängerin Taylor Swift wird bei ihrem Auftritt bei den American Music Awards 2018 von Tänzern getragen; Foto: picture alliance/Matt Sayles/Invision/AP/dpa

Taylor Swifts AMA-Auftritt 2018. Auch 2019 darf sie wieder auftreten - trotz Stress mit dem Management.

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Scott Borchetta, der Swifts ehemaliges Label gekauft hat und nun die Rechte an ihrer Musik besitzt, wollte der Künstlerin diese Show verbieten. Der Grund: Die Preisverleihung wird im TV übertragen, Swifts Auftritt wäre deshalb eine Neu-Aufnahme der Lieder und dazu habe sie kein Recht.

Die Sängerin wehrte sich und bat auf Twitter Kollegen um Hilfe – offenbar mit Erfolg. Wie die Deutsche Presseagentur meldet, haben sich Scott Borchettas Plattenfirma und die Produktionsfirma der American Music Awards geeinigt: Taylor Swift darf nun doch singen.

15.11.2019

Deshalb darf Taylor Swift ihre eigenen Lieder nicht spielen

Bei den American Music Awards soll Taylor Swift zur „Künstlerin des Jahrzehnts“ gekürt werden. Das wollte die Künstlerin mit einem großen Auftritt feiern, doch der droht ins Wasser zu fallen.

Der 24. November 2019 sollte eigentlich zu einem der großen Höhepunkte in der Karriere von Taylor Swift werden: Bei den American Music Awards (AMAs) soll der Popstar zur besten Künstlerin der letzten zehn Jahre ernannt werden. Doch die Preisverleihung wird nun von einem hässlichen Streit überschattet.

Keine Rechte an den eigenen Songs

Die Sängerin Taylor Swift von den VMAs 2019; Foto: picture alliance/Evan Agostini/Invision/AP/dpa

Die Sängerin Taylor Swift darf ihre eigenen Songs nicht bei der AMA-Verleihung spielen.

picture alliance/Evan Agostini/Invision/AP/dpa

Passend zum anstehenden Preis wollte Swift bei der Gala ein Medley aus ihren Hits des letzten Jahrzehnts spielen. Doch so wie es aussieht, könnte der Auftritt scheitern, weil Swift die Rechte an ihrer eigenen Musik nicht besitzt.

Wie kann das sein? Mit 14 Jahren unterschrieb Taylor Swift einen Vertrag mit dem Label Big Machine von Scott Borchetta. Obwohl Swift ihre Songs auch selbst schreibt, gingen mit dem Vertrag die Rechte an ihrer Musik an das Label.

Tyrannischer Label-Chef

In einem Blogpost schreibt Taylor Swift, dass sie immer wieder versucht hat, ihre Musikrechte vom Label zurückzukaufen – ohne Erfolg. Im Sommer 2019 verkaufte Scott Borchetta die Plattenfirma und damit auch die Musikrechte. Der Käufer: ausgerechnet Scooter Braun, von dem sich Swift bereits in der Vergangenheit gemobbt fühlte und den sie auf Twitter als einen Tyrannen bezeichnete.

Scooter Braun, der neue Besitzer des Labels Big Machine Records; Foto: imago/MediaPunch

Scooter Braun, Besitzer von Big Machine Records: Taylor Swift nennt ihn einen Tyrannen.

imago/MediaPunch

Der neue Labelchef Braun will der Künstlerin nun untersagen, ihre eigenen Songs bei der AMA-Gala zu spielen. Auch eine Netflix-Produktion über Taylor Swifts Leben, in der auch ihre Musik verwendet werden sollte, droht an Brauns Widerstand zu scheitern.

Erst ab November 2020 hat Swift vertraglich wieder das Recht, ihre eigenen Songs noch einmal neu aufzunehmen. Bis dahin sind ihr alle Auftritte, die auch aufgezeichnet werden, mit den alten Liedern untersagt.

Taylor Swift will kämpfen

Wie die Künstlerin auf Twitter schreibt, würde Big Machine Records ihr die Verwendung der Lieder nur unter zwei Bedingungen erlauben: Taylor Swift müsste zustimmen, ihre Songs auch nach Ende nächsten Jahres nicht noch einmal neu aufzunehmen. Außerdem dürfe sie sich nicht mehr zu dem Streit mit Borchetta und Braun äußern.

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Doch die Sängerin will sich nicht mundtot machen lassen. Auf Twitter bittet sie jetzt andere Künstler um Hilfe, die noch bei Braun und Borchetta unter Vertrag stehen:

Ich hoffe, dass sie vielleicht diese Männer zur Vernunft bringen können, die tyrannische Kontrolle ausüben, über eine Person, die einfach nur die Musik spielen will, die sie selbst geschrieben hat.

Taylor Swift auf Twitter

Mit ihrem neuen Album „Lover“ steht Taylor Swift übrigens bei Universal unter Vertrag. Hier hat sie erstmals auch selbst die Rechte an ihrer eigenen Musik.