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Isabel Gebhardt (Foto: SWR3)
Laura Bisch (Foto: SWR3)

Das Coronavirus geht zur Zeit um, auch einige Stars sind bereits an der dadurch ausgelösten Lungenkrankheit erkrankt. Jetzt hat auch Pop-Sängerin Pink verkündet, dass sie positiv auf das Virus getestet wurde. Mittlerweile sei sie aber wieder gesund.

Zuerst Tom Hanks, jetzt auch Pink: Dass die 40-Jährige zwischenzeitlich erkrankt war, hat sie am Freitagabend auf Instagram bekannt gegeben. Vor zwei Wochen hätten sie und ihr dreijähriger Sohn Jameson Anzeichen von Covid-19 gehabt. Glücklicherweise hätte ihr Arzt schnell einen Test besorgen können, der bei ihr positiv ausfiel. Die ganze Familie habe sich zwei Wochen isoliert, alle seien nun gesund, teilte Pink mit. Neue Tests seien bei allen negativ ausgefallen.

Two weeks ago my three-year old son, Jameson, and I are were showing symptoms of COVID-19. Fortunately, our primary care physician had access to tests and I tested positive. My family was already sheltering at home and we continued to do so for the last two weeks following the instruction of our doctor. Just a few days ago we were re-tested and are now thankfully negative. It is an absolute travesty and failure of our government to not make testing more widely accessible. This illness is serious and real. People need to know that the illness affects the young and old, healthy and unhealthy, rich and poor, and we must make testing free and more widely accessible to protect our children, our families, our friends and our communities. In an effort to support the healthcare professionals who are battling on the frontlines every day, I am donating $500,000 to the Temple University Hospital Emergency Fund in Philadelphia in honor of my mother, Judy Moore, who worked there for 18 years in the Cardiomyopathy and Heart Transplant Center. Additionally, I am donating $500,000 to the City of Los Angeles Mayor’s Emergency COVID-19 Crisis Fund. THANK YOU to all of our healthcare professionals and everyone in the world who are working so hard to protect our loved ones. You are our heroes! These next two weeks are crucial: please stay home. Please. Stay. Home.❤️

Pink kritisiert US-Regierung

Die Sängerin übte zudem scharfe Kritik an der US-Regierung: Die habe nicht schnell und umfassend für Tests gesorgt.

Wir müssten Test kostenlos und breitflächig ermöglichen, um unsere Kinder, Familien, Freunde und Gemeinden zu schützen.

Pink, Sängerin

Deshalb wolle die Sängerin selbst aktiv werden: Sie werde eine Million Dollar für das Gesundheitswesen spenden – zu gleichen Teilen für eine Klinik in Philadelphia, an der ihre Mutter 18 Jahre lang arbeitete, und für eine Krisenkasse der Stadt Los Angeles. Schließlich dankte Pink den  „Helden“ im Gesundheitswesen und ermahnte ihre Fans: „Bitte bleibt zu Hause“.

30.4.2019: Pink spricht erstmals über Fehlgeburten

Pink erzählte der Zeitung USA Today, dass sie mit 17 Jahren schwanger wurde. „Ich wollte das Kind bekommen“, sagte die Sängerin, die mit richtigem Namen Alecia Moore heißt. Doch dann sei es passiert: Sie habe eine Fehlgeburt gehabt. Emotional beschreibt die Sängerin:

Wenn das einer Frau oder einem jungen Mädchen passiert, fühlt es sich an, als würde dein Körper dich hassen, als sei er kaputt, als tue er nicht, was er sollte.

Das lässt erahnen, wie sehr die 39-Jährige auch heute noch darunter leidet. In dem Interview erzählte sie außerdem, dass das nicht ihre einzige Fehlgeburt gewesen sei. „Ich hatte seitdem mehrere Fehlgeburten, daher denke ich, es ist wichtig, darüber zu sprechen, worüber man sich schämt, wer man wirklich ist und wie schmerzhaft es ist“, sagte sie.

Pink hat in einem Interview über ihre Fehlgeburten gesprochen (Foto: dpa/picture-alliance)
Sängerin Pink: „Ich hatte einige Fehlgeburten.“ dpa/picture-alliance

Pink ist seit 2006 mit dem Motocross-Profi Carey Hart verheiratet. Beide haben zwei Kinder zusammen – Tochter Willow Sage und Sohn Jameson Moon. Mit ihrem Geständnis will sie anderen betroffen Frauen Mut machen, über ihr Schicksal zu sprechen.

Pink: Therapie ist wichtig

Sie selbst macht das jetzt auch in ihrem neuen Song „Happy“. Er handelt von dem traumatischen Erlebnis als junge Frau. Das Lied beginnt mit der Zeile: „Seit ich 17 war, hasste ich stets meinen Körper – und mein Körper hasste mich.“ Erst Jahre später sei sie zu einem Therapeuten gegangen. Aber das sei wichtig: „Auch wenn das unangenehm und schmerzhaft ist, gibt es dir etwas, mit dem du arbeiten kannst.“ Die Sitzungen würden ihr bis heute helfen, erzählte sie weiter.

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Isabel Gebhardt (Foto: SWR3)
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