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Die Initiative Sound of Peace veranstaltete am Sonntag vor dem Brandenburger Tor eine Kundgebung und bekam dabei große musikalische Unterstützung aus der deutschen Kulturszene.

Clueso trat gemeinsam mit der ukrainischen Grundschullehrerin Katharina auf. Während ihr Mann im Krieg kämpft, ist sie mit ihren Kindern in der Wohnung des Sängers untergekommen – er ist in sein Studio gezogen.

Rea Garvey und Michael Patrick Kelly sangen zusammen das Vaterunser auf Englisch.

Stefanie von Silbermond hielt eine emotionale Rede über die Begegnung mit einem geflüchteten Mädchen am Bahnhof, bevor die Band ihren Friedenssong Weiße Fahnen spielte.

Westernhagen und tausende Demonstrantinnen und Demonstranten sangen vor dem Brandenburger Tor Freiheit – nur ein paar der Highlights des über zehnstündigen Friedensfestivals Sound of Peace am Sonntag in Berlin mit über 50 Auftritten von mehr als 70 Künstlerinnen und Künstlern.

#Berlin #SoundOfPeace #Freiheit #StandWithUkraine #Westernhagen https://t.co/qTX87Si3i1

Viele deutsche Popstars auf der Bühne in Berlin

Mit dabei waren die größten deutschen Popstars: Bands, Musikerinnen und Musiker wie Sarah Connor, Rea Garvey, Clueso, Michael Patrick Kelly, Zoe Wees, Joris, Peter Maffay, Silbermond, Mark Forster, Revolverheld, Adel Tawil, Fury In The Slaughterhouse, The BossHoss, Bosse, Antje Schomaker, Sportfreunde Stiller, Marius Müller-Westernhagen, Cassandra Steen, David Garrett oder Philipp Poisel. Sie alle spielten für den Frieden und ein Ende des Krieges in der Ukraine.

Sarah Connor bei „Sound of Peace“ (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Sarah Connor bei Sound of Peace Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Johannes von Revolverheld bei Sound of Peace Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Mark Forster bei Sound of Peace Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Clueso bei Sound of Peace Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Michael Patrick Kelly bei Sound of Peace Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Peter Maffay bei Sound of Peace Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Joris bei Sound of Peace Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Zoe Wees bei Sound of Peace Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Adel Tawil bei Sound of Peace Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Stefanie von Silbermond bei Sound of Peace Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Marius Müller-Westernhagen bei Sound of Peace Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Sascha von The BossHoss bei Sound of Peace Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Fury In The Slaughterhouse bei Sound of Peace Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
David Garrett bei Sound of Peace Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen

Laut Berliner Polizei waren am frühen Abend etwa 15.000 Menschen ans Brandenburger Tor gekommen. Nach Einschätzung der Veranstalter sollte Sound of Peace Europas größte musikalische Kundgebung gegen den Krieg werden und es seien 300.000 Menschen vor Ort gewesen. Über zwölf Millionen Euro an Spenden sind im Laufe des Tages zusammengekommen.

Joris, Silbermond, The BossHoss und Revolverheld im SWR3-Interview

Joris bei „Sound of Peace“ (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

SWR3-Interview „Sound of Peace“: Joris über seinen Auftritt

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Wenn wir die Chance haben, durch unsere Musik hier auch nur einen kleinen Beitrag zu leisten, dann tun wir das. Diese Friedenskundgebung (...) ist ein weiteres wichtiges Statement von uns allen, die sich für das sofortige Ende des Krieges einsetzen.

The BossHoss bei „Sound of Peace“ (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

SWR3-Interview „Sound of Peace“: Alec und Sascha von The BossHoss über ihren Auftritt

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Musik kann (...) Zeichen senden und Botschaften übertragen, (...) aber natürlich muss man realistisch sein: Kein Putin wird aufhören Krieg zu führen, weil in Berlin Musiker und Künstler auf der Bühne stehen. Ich glaube trotzdem, dass Musik uns allen ein schönes Zusammenhaltsgefühl geben kann.

Sound of Peace: Kultur in Berlin für den Frieden

Angestoßen worden sei die Veranstaltung von der gesamten Kulturbranche schreibt die Initiative Sound Of Peace auf ihrer Website. Ziel war es auch, zu Spenden für ausgewählte NGOs (Nichtregierungsorganisation) aufzurufen, um den Menschen zu helfen, die durch den Krieg in Not geraten seien. Sound of Peace forderte: „Wir brauchen jetzt, noch dringender denn je, ein internationales Zeichen der Hoffnung und Solidarität.“ Um zu vereinen und Brücken zu bauen, sollte die Musik genutzt werden.

Natalia Klitschko spricht vor dem Brandenburger Tor

Mit dabei war auch Natalia Klitschko, Frau des Bürgermeisters von Kiew und Ex-Profiboxers Vitali Klitschko.

Was meinem Land jetzt passiert ist furchtbar. (...) Es ist wichtig, die Massen zu sehen, die hier zusammenkommen. Es ist wichtig zu sehen, dass die ganze Welt für die Ukraine steht.

Es gehe darum, den Krieg in ihrem Land so schnell wie möglich zu beenden. „Mit Zusammenhalt, wenn wir alle aufstehen, werden wir das erreichen.“ Die Ukraine kämpfe derzeit für alle Menschen, „für Frieden in der ganzen Welt“, so Klitschko. „Nur zusammen schaffen wir Frieden“, sagte sie auf der Bühne mit Dank an die Tausenden Menschen auf der Straße des 17. Juni.

Natalia Klitschko, Ehefrau des Kiewer Bürgermeisters Klitschko, steht bei der Solidaritätskundgebung „Sound of Peace“ vor dem Brandenburger Tor auf der Bühne (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Natalia Klitschko, Ehefrau des Kiewer Bürgermeisters Klitschko, steht bei der Solidaritätskundgebung „Sound of Peace“ vor dem Brandenburger Tor auf der Bühne. Picture Alliance

Unterstützung aus der Politik für Sound of Peace

Auch Kulturstaatsministerin Claudia Roth war bei der Veranstaltung in Berlin vor Ort.

Das ist unfassbar wichtig, weil es ein Signal der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine ist. (...) Die Musik überwindet alle Grenzen, bringt Menschen zusammen – Musik gibt Hoffnung, gibt Kraft gegen denjenigen, die Hass und Gewalt und Mord und Tod mit sich bringen.

Es sei wichtig, dass die deutschen Popkulturszene auf der Bühne Gesicht zeige und die Stimme erhebe „für den Frieden, für das Leben“. Das zeigt noch einmal, wie wichtig Kunst und Kultur sei „gerade dann, wenn es um Leben und Tod geht, wenn es um einen Krieg geht, der zwei Stunden Luftlinie von hier entfernt tobt.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth steht bei der Solidaritätskundgebung „Sound of Peace“ am Brandenburger Tor (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Kulturstaatsministerin Claudia Roth steht bei der Solidaritätskundgebung „Sound of Peace“ am Brandenburger Tor. Picture Alliance

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