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Manfred Mann hat den bürgerlichen Namen Manfred Lubowitz, am 21.10.1940 in Johannesburg geboren. Seine erste Formation, schlicht 'Manfred Mann' getauft, produziert ein paar eingängige Beatsongs wie etwa "Do Wah Diddy Diddy" (Pos. 1/1964), "Pretty Flamingo" (Pos. 1/1966) oder "Ha! Ha! Said The Clown" (Pos. 4/1967). Und dann natürlich "Mighty Quinn", im Jahr 1968 eine Nummer Eins in England (wie auch schon "Pretty Flamingo" und "Do Wah Diddy").

Einen richtigen Kick bekommt seine Karriere aber in den 70er Jahren mit Gründung von Manfred Mann's Earth Band. Zusammen mit Mick Rodgers (git), Chris Slade (dr), Colin Pattenden (bg) sowie dem exzellenten Sänger Chris Thompson gelingt ihm mit "The Roaring Silence" (1976) die Durchbruchsplatte schlechthin. Die Songs "Questions" und "Blinded By The Light" werden zu Mini-Hits und die Konzerte der Band sind ab sofort ausverkauft.

Auch auf der vorhergehenden Platte findet sich mit "Spirits In The Night" ein Bruce Springsteen Cover. Zu diesem Zeitpunkt kennen nur wenige den Songwriter Springsteen in Europa, und einem Manfred Mann scheinen die Songs wie auf den Leib geschneidert. Den größten Erfolg feiert die Earth Band jedoch mit "Davy's On The Road Again" (vom Album "Watch", 1978), der zum All-Time-Klassiker dieser Band wird.

Das finanzielle Ende des Labels Bronze bedeutet 1987 auch das vorläufige Aus für die Earth Band.

Die 90er Jahre sehen nur gelegentliche Veröffentlichungen, meist im Abstand von vier, fünf Jahren. Dafür tourt die Earth Band aber regelmässig, und bleibt so immmer im Gespräch.

Einen Ausflug in Sachen Roots Music wagt er mit der Scheibe "Manfred Mann's Plains Music" (1991), für die er auf Melodien und Songskizzen nordamerikanischer Indianer zurückgreift.

Schon das Album "Somewhere In Afrika" (1983) stellt Manfred Manns ganz persönliches Statement zur politischen Situation in seiner Heimat Südafrika dar.