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Snoop Dogg wie er sich neuerlich nennt, ist Anfang der Neunziger eine Entdeckung von Dr. Dre, der ja später mit Eminem richtig Furore macht. Calvin Broadus, geboren 20.10.1971 in Long Beach, Kalifornien, nennt sich Snoop "Doggy" Dogg. Den Spitznamen erhält er früh von seiner Mum.

Zuerst zu hören ist Snoop auf Dre's CD "The Chronic" (1992). Wenig später erscheint sein eigenes Album "Doggystyle", ein Klassiker immerhin, u.a. mit der Hitsingle "What's My Name". Zusammen mit Suge Knight, Labelboss von "Death Row Records" und Dre rufen sie den G-Funk ins Leben (G für Gangsta-Rap).

2005, nach satten 14 Millionen verkaufter Alben, ist alles anders bei Snoop Dogg. Death Row hat er verlassen. Das schmutzige "Doggy" wurde abgelegt. Er hält es mehr mit Puff Daddy und vertreibt seine eigene Modekollektion "Snoop Dogg Clothing" und eine eigene Cadillac Marke "Snoop DeVille".

Nichtdestotrotz ist sein neuestes Album "R & G (Rhythm & Gangsta: The Masterpiece" (2005) schlicht ein grandioser Wurf. Darauf zu finden auch eine Zusammenarbeit mit Justin Timberlake und Charlie Wilson. "Signs" bringt HipHop Fans und die Popgemeinde auf einen Nenner.

Es folgen "Ego Trippin" (2008) und "Doggumentary" (2011), alle sehr verkaufsträchtig. Zwischendurch findet Snoop lässig die Zeit, bei Katy Perry ("Teenage Draem") oder den Gorillaz ("Plastic Beach") im Aufnahmestudio auszuhelfen. Eines jedoch, Snoop bleibt seinem Gangsta-Image treu, gerät hin und wieder mit staatlichen Institutionen in Konflikt (Haschisch- oder Waffenbesitz), zahlt nicht unerhebliche Strafsummen oder geht für ein paar Tage in staatliche Obhut. Persönliches: 2009 ist Snoop Dogg zum Islam übergetreten.