Die britische Popgruppe Talk Talk gründete sich 1981 in London um Frontmann Mark Hollis (*1955). Nachdem er 1975 sein Studium der Kinderpsychologie hinschmiss, konzentrierte er sich auf sein Hobby, das Songschreiben. Mark Hollis' Bruder war zu dieser Zeit Produzent und DJ und hatte gute Kontakte zu Plattenfirmen. So kam Mark mit seiner Band Reaction zum ersten Plattendeal. Auf dem Demoband war auch eine erste Version des Songs "Talk Talk", der später auf dem Debütalbum "The Party's Over" erscheinen sollte. Reaction hatte allerdings so wenig Erfolg, dass Mark Hollis die Band 1979 wieder auflöste.

Bruder Ed machte Mark mit Lee Harris (dr), Paul Webb (b) und Simon Brenner (keyb) bekannt, mit denen er unter dem Namen Talk Talk erstes Demomaterial aufnahm. Bei ihrem ersten Konzert war auch ein Radio-DJ im Publikum, der Talk Talk daraufhin im britischen Radio bekannt machte.

Talk Talk tourten dann mit Duran Duran durch Großbritannien und veröffentlichten ihre ersten Singles, die allerdings nicht den erhofften Verkauferfolg brachten. Im Juli 1982 veröffentlichte die Band dann ihr Debütalbum. 1984 erschienen ihre Erfolgssingles "It's My Life" und "Such A Shame". Mit dem vierten Album "Spirit Of Eden" entfernte Talk Talk sich vom Synthie-Pop-Stil und gingen in Richtung Jazz.

Zwischen der Plattenfirma EMI und der Band kommt es zum Streit, nachdem EMI ohne Zustimmung eine überarbeitete Version von "I Believe In You" aus "Spirit Of Eden" herausbrachte. Man wechselte schließlich zu Polydor, Bassist Paul Webb steigt zu dieser Zeit aus. Mit dem 1991er-Album "Laughing Stock" entfernen sich die übriggebliebenen Musiker noch weiter vom Maintream; die Fans sind enttäuscht. Es bleibt das letzte Talk-Talk-Album. Lee Harris und Paul Webb gründeten ihrer eigene neue Band O'Rang, Mark Hollis veröffentlicht eine Soloplatte. 2003 tritt Paul Webb unter dem Pseudonym Rustin' Man zusammen mit Portishead-Sängerin Beth Gibbons auf und veröffentlicht mit ihr das Album "Out Of Season".