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John Cougar, John Cougar Mellencamp, John Mellencamp, im Laufe seiner Karriere hat der Mann oft den Namen gewechselt, nicht aber seine musikalische Identität: die eines melodiebetonten Südstaatenrockers. Am 07.10.1951 im ländlichen Indiana geboren erfolgt sein Debut 1976. Nach der US Top 30 Single "I Need A Lover" (1979) kommt der große Erfolg 1982, als sein Album "American Fool" die Spitze der Charts erklimmt. Seitdem gilt er als Südstaatenversion von Bruce Springsteen und kann, zumindest in Nordamerika, eine vergleichbare Popularität vorweisen. Seinen Wurzeln treu und doch kritischer Beobachter setzt er sich in seinem Schaffen immer wieder mit den Problemen der Südstaaten auseinander. "Scarecrow" (1985) ist sein "Nebraska", eine Hommage an die Farmer, ihre Probleme und ihre Welt. Im selben Jahr organisiert er mit Neil Young und Willie Nelson das erste Farm Aid, ein Konzert, das seitdem regelmäßig stattfindet und dessen Einnahmen wohltätigen Zwecken zugute kommen. Ein weiteres zentrales Anliegen ist Rassismus, ein Thema, das auf seinem neuesten Album "Cuttin' Heads" eine wichtige Rolle spielt. Tätig ist John Mellencamp auch auf anderen Gebieten. Neben einigen Auftritten als Schauspieler ist er 1992 Regisseur von "Falling From Grace," die Geschichte eines Country-Stars, der versucht, in Indiana ein normales Leben zu führen. Sein malerischen Mühen werden 1999 mit der Veröffentlichung von "Mellencamp: Paintings And Reflections" belohnt. 2004 erscheint mit "Words & Music: John Mellencamp's Greatest Hits" eine ausführliche Retrospektive.