Mitte 1980: Nach dem Tod durch Suizid des charismatischen Sängers Ian Curtis (siehe auch Film "Control", 2007) gründen die Restmitglieder der Dark Wave Formation 'Joy Division' Bernard Sumner, Peter Hook und Steve Morris die Band NEW ORDER. Im Herbst 1980 stößt noch Gillian Gilbert dazu, um Sumner zu entlasten, damit er sich auf seine Rolle als Frontmann besser konzentrieren kann. Erste musikalische Kostproben sind weder Fisch noch Fleisch, erinnern noch stark an den Sound der alten Band und werden verrissen.

Erst nach und nach gelingt es der Band, einen eigenen Stil zu kreieren, der 1983 auf dem zweiten Longplayer "Power, Corruption & Lies" dann voll entwickelt ist: dynamischer Synthie-Pop, und zwar tanzbar. Im selben Jahr erscheint "Blue Monday", nur als Maxi erhältlich. Diese wird zur erfolgreichsten Single aller Zeiten, und für "New Order" bedeutet dies den Durchbruch. Fortan pflegt die Band eine Art von Anti-Image: keine Fotos, keine Interviews.

1987 landen sie mit "True Faith" den zweiten Hit. Über die folgenden Jahre bleibt die Band mit diversen Remixen ihres Hits "Blue Monday" und der englischen Hymne "World In Motion" (1990) für die Fußball WM in Italien im Gespräch. Mitte der 90er wird es dann aber still um die Gruppe. Erst zu Beginn des neuen Jahrtausends und dem einsetzenden 80er Jahre-Revival erwacht das Interesse an "New Order" neu.

Mit der Single "Crystal" meldet sich die Band 2001 musikalisch zurück. Und das erfolgreich. Ein Jahr später eine erneute Best-Of-CD "International" und mit "Finsbury Park 9th June 02" eine Live DVD. Im Frühjahr 2005 erneuter Anlauf zu grossen Taten mit der Single "Krafty".