Chris Reas Musik verspotten manche als betulichen Weichspüler-Rock, andere dagegen, und das ist sicher die Mehrheit, finden sie cool, relaxt und eingängig.

Chris Rea wird am 04.03.1951 in Middlesborough, GB als Sohn eines Italieners und einer Irin geboren. In seine Jugendjahren arbeitet er im elterlichen Eissalon mit und verdient so das Geld für die erste Gitarre. In diversen Provinzbands absolviert er seine musikalischen Lehrjahre, bevor er seinen ersten Profijob 1973 ergattert. Er ersetzt den Sänger David Coverdale, der zu 'Deep Purple' geht, in der Szeneband Magdalene. Produzenten werden auf den schüchternen Sänger/ Gitarristen aufmerksam und so beginnt 1978 mit der LP "Whatever Happened To Benny Santini" Reas Solokarriere. In den folgenden Jahren braucht Rea eine gehörige Portion Zähigkeit, denn seine Karriere entwickelt sich nur sehr langsam. Manche Single schafft mit Mühe die Top 30 der Charts. Doch Rea hält entsprechend seinem ruhigen Naturell durch, er 'erspielt' sich langsam, aber sicher sein Publikum. Kein Wunder also, dass er nach und nach mehr Alben verkauft und 1987 plötzlich mit der LP "Dancing With Strangers" auf Platz 2 der Albumcharts in Großbritannien steht. 1989 legt er mit dem Album "The Road To Hell" nach und fasst auch in Europa (vor allem in Deutschland) erfolgstechnisch Fuß.

Dank seiner rauchigen Stimme, guter Songs und einer treuen Fangemeinde gehört Rea nun zum Rockestablishment, kann sich teure Rennautos leisten (sein Hobby) und in aller Ruhe entspannte Songs schreiben. 2001 kommt nach schwerer Krankheit sein Blues-Album "Stony Road" heraus. Es sei die CD eines Mannes, "dem gesagt wurde, dass er sterben wird", schreibt er im Booklet-Text. Mit "The Blue Jukebox" zeigt er dann 2004, dass er wieder auf dem Damm ist.