Stand:

Winwood, Steve *12.05.1948, Great Barr, England. Sänger, Keyboarder, Gitarrist, Songautor. Verfügte schon als Teenager über eine variationsreiche ungewöhnlich schwarze Soul-Stimme und ging wegen seiner Jugend als "Mozart des Pop" in die moderne Musikgeschichte ein. 1962 Mitglied bei den Mojo Men, die sein Bruder Muff leitete. 1963 Wechsel zur Spencer Davis Group, deren Sound er bis zum Frühjahr 1967 (größter Hit: "Keep On Running") entscheidend prägte. Anschließend Gründung von "Traffic" und 1969 Beteiligung an der Supergruppe "Blind Faith" (zusammen mit Eric Clapton). Folgte 1970 einem Angebot von Ginger Baker und ging zur Afrorock- Formation "Airforce". Nach kurzem Gastspiel Fortsetzung von "Traffic" zunächst bis Ende 1974. Richtete sich auf seinem Landsitz in Gloucestershire, England, ein eigenes Studio ein, in dem er bis 1977 das erste Soloprojekt fertigstellte. 1981 weltweiter Erfolg mit dem Megaalbum "Arc Of A Diver". Öffentlichkeitsscheuer, bescheidener Garant für anspruchsvollen, stilistisch offenen Rock, der sich nie an Trends orientierte. Bis 1990 vier weitere hochklassige Alben. 1986 zwei Grammies und neuer, mit 13 Millionen US-Dollar dotierter Vertrag mit Virgin Records. Reaktivierte 1993 für ein Album die Gruppe "Traffic". 1997, nach siebenjähriger Pause, neue Solo-LP ("Junction Seven") mit starkem Latin-Einfluß. 2003 erscheint "About time", ein weiterer Meilenstein jenseits aller Musiktrends mit Songs von durchschnittlich 6 Minuten Länge: Kritikermeinung "Retro at its best". Inzwischen auch gesucht als Samplelieferant, so 2004 bei Eric Prydz und "Call on me"("Valerie").