The Beautiful South gehen 1988 aus den aufgelösten 'Housemartins' hervor. Die beiden Ex-Housemartins Paul Heaton (voc, * 09.05.1962) und Dave Hemingway (voc) holen sich noch David Rotheray (g), Sean Welch (b), David Stean (dr) und Briana Corrigan (voc, bis '96) in die Band.

Bereits die erste Single "Song For Whoever" wird in GB ein Hit (Platz 2/1989). In schöner Regelmäßigkeit liefert die Gruppe nun Alben und Singles mit eingängigen Popmelodien, souligen Bläsern und Heatons sarkastisch-sozialkritischen Texten ab.

Vor allem in England wird diese Mischung und das typisch britisch-unaufgeregte Privatleben der Band geschätzt. Ihr zwischenzeitliches Greatest Hits Album "Carry On Up The Charts" (1994) wird mit über 2 Millionen verkaufter Kopien zum dritterfolgreichsten Album in England. Auf diesem Album wird auch erstmals die neue Sängerin Jaqueline Abbott vorgestellt.

Nach diesem Erfolg macht die Band weiter wie gehabt. Kritiker bemängeln dies und bezeichnen die Musik der Gruppe als "Hausfrauensoul", der immer wieder "neu verwurstet" wird. Den Fans ist das aber egal. Die Band spielt in England in der gleichen Liga wie Oasis. Auch das Album "Blue Is The Colour" (1996) chartet in England auf 1.

2001 erscheint erneut eine Best Of CD, diesmal ironischerweise "Solid Bronze" getauft. Das Phänomenale der Band, sie hat immer neue Ideen: so die CD "Golddiggas..." (2004) mit unglaublichen Coverversionen, wie z. B. "You're The One That I Want" oder "Don't Fear The Reaper". Wie schreibt ein Kollege "Man spürt gleich die pure Lust am Neuentdecken und Uminterpretieren, und dazu kommt eine ordentliche Prise nordenglischen Humors".

Nach 19 Jahren löst sich Beautiful South wegen "musikalischer Differenzen" Ende Januar 2007 auf.

Das letzte gemeinsame Album "Superbi" kam im Sommer 2006 heraus, aufgenommen in Peter Gabriels Real World Studios. Die Zeile "If rain makes Britain great, then Manchester is greater", beherbergt eine nüchterne Hommage an Paul Heatons Heimatstadt. Die letzte gemeinsame Tour ging kurz vor Weihnachten zu Ende.