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Avril Lavigne greift bei ihrem neuen Album „Under My Skin“ auf bewährte Töne zurück. Zwar behauptet sie von sich selbst, reifer geworden zu sein - musikalisch ist davon wenig zu hören.

Vor zwei Jahren gab es für Avril Lavigne mit ihrem Debüt-Album „Let Go“ einen Superstart in ihre Karriere. Davon verkaufte sie weltweit 14 Millionen Stück und wurde ganze acht Mal für den Grammy nominiert. Jetzt ist sie 19 und behauptet von sich, riesige Fortschritte gemacht zu haben: „Ich bin sehr gewachsen in den letzten beiden Jahren. Ich habe eine Menge durchgemacht, ich habe viel gelernt und habe gute wie schlechte Erfahrungen gemacht!“ Mit ihrem neuen Album „Under My Skin“ will sie uns das auch musikalisch beweisen. Und die ersten beiden Songs „Take Me Away“ und „Together“ zeigen gleich mal, in welche Richtung Avril gewachsen ist. Ein ganzes Stück rockiger, aber immer noch sehr melodisch beginnt sie das Album, bevor sie mit der ersten Single „Don’t Tell Me“ doch wieder sehr stark an ihre Hits auf „Let Go“ erinnert.

„Yeah, yeah, yeah...“  

Bei dem Versuch, mit ein bisschen Punk ein wenig Dreck in den ansonsten glatt-produzierten Sound zu bekommen, erinnert das textlich („Oh, oh, oh, oh, oh, oh...“) wie musikalisch an eine Schülerband. Eine piepsige Stimme vor Gitarrenriffs aus dem Setzbaukasten für Möchtegern-Rock. Bei „Who Knows“ wird es dann noch deutlicher. Mit einem lang gezogenen „Yeah, yeah, yeah, yeah, yeah, yeah“ ist der (gute) Schulpop perfekt. Die angeblich reifere Musik sucht man bis zum Schluss vergebens. Das ist ja auch nicht schlimm, denn Avril liefert das ab, was man von ihr erwarten konnte. Eine Künstlerin, die schon bald aus dem Teenie-Pop-Alter kommt, will das natürlich nicht wahrhaben: „Die Songs auf 'Under My Skin' sind viel tiefer als die auf 'Let Go'.“ Nee, liebe Avril - wirklich nicht. „Aber ich liebe immer noch gute Pop-Songs.“ OK, damit können wir leben.

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