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Die „Trailerpark-Amazone“ aus Vermont, in den letzten Wochen medial überpräsent, legt mit „Born To Die“ ihr Debütalbum vor: 12 Songs über verflossene Liebe, Schmerz und Vergänglichkeit.

Lana Del Rey (Foto: Universal)
Lana Del Rey 2012 Universal Bild in Detailansicht öffnen
Lana Del Rey, auf jeder „Bad-Taste“ Party mit ihrem Style weit vorn. Universal Bild in Detailansicht öffnen
Lana Del Rey irgendwo zwischen White-Trash, Hollywood-Glamour und Lolita-Image. Universal Bild in Detailansicht öffnen
Lana Del Rey gibt sich auf den offiziellen Pressebildern sehr kühl. Lächelnd sieht man sie nie. Universal Bild in Detailansicht öffnen
Lana Del Rey nennt sich selbst eine „Gangsta-Nancy-Sinatra“. Sie vermischt gerne Stile und Gegensätze. Hier mit den übertriebenen falschen Fingernägeln, protzigem Goldschmuck und der lasziv wirkenden Zigarette. Im Kontrast dazu das kleine Kreuz um Universal Bild in Detailansicht öffnen
Lana Del Rey a.k.a. Lizzy Grant. Ihr erstes Album was Lana noch unter ihrem bürgerlichen Namen Grant veröffentlichte, ist momentan bei vielen Fans als Rarität gehandelt. Universal Bild in Detailansicht öffnen
Lana Del Rey wuchs in Lake Placid auf. Mit 18 Jahren ging sie nach New York City um dort ihre Karriere zu starten. In der „Lilo Lounge“ wagte sie sich das erste Mal während einer „Open Mic Night“ auf eine Bühne. Universal Bild in Detailansicht öffnen
Lana Del Rey - "Born To Die" Universal Bild in Detailansicht öffnen

Elisabeth Grant, so der eigentliche Name der ‚königlichen’ Lana Del Rey, war das bestimmende Thema der letzten Monate. Jedes Lifestyle-Magazin, das auf sich hält, hatte ihre Story, Spiegel, F.A.Z. und Süddeutsche widmeten ihr fette Spalten. Ihr stilisiertes Äußeres eines Film-Vamps der 40er-/50er Jahre (‚Lana Turner’) weckt Vergleiche zu Tarantino-Filmen oder David Lynchs „Twin Peaks“. Aber das ist nicht die ‚wahre’ Lana Del Rey, wie sie selber betont – sondern bloßer Nebeneffekt der ersten beiden Videos „Blue Jeans“ und „Video Games“. Der Clip zu „Born To Die“ wird die Trilogie komplettieren.

Lana und der morbide Hollywood-Sound

Mit Geigen und fettem Orchester schleicht sich der Titelsong ins Ohr, sanft unterlegt von Hip-Hop-Beats. Ja, richtig, ihre Jugendliebe galt dem Rap von Eminem. „Blue Jeans“ und „Summertime Sadness“ haben gar das Zeug zum richtigen Hit; kein Wunder, ist doch Rick Nowels mit am Werk, der schon Belinda Carlisle groß gemacht hat. „National Anthem“ hat die Größe eines Robbie-Williams-Songs, Guy Chambers sei Dank. Daneben sind auch die Produzenten von Duffy und Stevie Nicks am Werkeln, großes Besteck also.

Video: Born To Die

Die Songs sind geeignet, die Hörergemeinde zu spalten – in Anbetung oder totale Verweigerung. Und doch: Talent – egal welcher Couleur – mag man der guten Lana nicht absprechen.

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