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1979 kam die Dokumentation „The Kids Are Alright“ in die Kinos. 25 Jahre später zeigt die gleichnamige DVD, dass es sich lohnt, großartiges altes Material mit viel Liebe neu auf DVD zusammen zu stellen.

Die Roaring Sixties boomen derzeit wie noch nie und wenn wir mal ehrlich sind, gibt’s eigentlich auch kein anderes Jahrzehnt, in dem man gerne jung gewesen wäre. Beatmusik, Miniröcke, schrille Klamotten und Möbel – und extrem innovative Bands. Und eine dieser extremst innovativen Bands (und damit Götter im Rock'n'Roll-Himmel forever) waren The Who. Ikonen der Mod-Bewegung, Vorreiter der Rock-Musicalproduktionen, Woodstock-Helden, Popstars, die fast jedes Klischee bedienen – und wegen all dem die zweifellos interessanteste Band ihrer Zeit. Und weil das so ist, kam 1979 ein Film in die Kinos, der wohl die beste Videodokumentation einer Rock'n'Roll-Band aller Zeiten war: „The Kids Are Alright“. Die Mischung aus Interviews, Konzertausschnitten, Studioaufnahmen, zeitgenössischen Momentaufnahmen war damals einzigartig – und wer sich die DVD heute anschaut weiß, dass sich daran nix geändert hat. Diese Dokumentation ist die kurzweiligste Musik-DVD, die ich in den letzten Jahren gesehen habe – und jede Sekunde wert, selbst wenn man nicht zu den größten Who-Fans der Welt gehört. Neben den The Who-Hits gibt's auch großartige Aufnahmen, wie Basser John Entwistle auf die Goldenen Platten von Roger Daltrey schießt, wie Keith Moon sich im Interview halt mal ein bissl auszieht, weil's ihm grad danach ist und ähnliches – das alles lockert die ganze Geschichte herrlich auf.

Mods rule!  

Wer denkt, dass die DVD halt einfach das umkopierte Videomaterial enthält, damit die Plattenfirma noch mal ein bissl Kohle mit The Who macht: Falsch. Zum einen wurde auf der Special Edition von „The Kids Are Alright“ die damalige Kinoversion um 14 Minuten auf 109 Minuten gestreckt, zum anderen wurde das gesamte Material überarbeitet. Jaja, das steht immer und auf jeder Verpackung, aber: Auf der Extra-DVD wird nicht nur berichtet, unter welchen schwierigen Umständen und mit welcher Akribie sowohl die Ton-, als auch die Bildspuren restauriert wurden, es gibt zu allem auch Vorher/Nachher-Beispiele – und da sieht man, dass sich die Arbeit der Spezialisten gelohnt hat. Zusätzlich gibt's auf der Extra-DVD noch ein paar Geschichten, die mittlerweile fast schon Standard sind (verschiedene Kamerapositionen etc.) und: zwei Spezialistenrunden mit jeweils 21 Fragen zu The Who – einmal die leichte Variante, einmal die schwere, wer's schafft die Fragen zu beantworten, der kriegt zur Belohnung noch sehr feines Extra-Material zu sehen. Großartig auch ein Rundgang durch London mit den wichtigsten Punkten und Adressen der Who-Geschichte. Angefangen in den Krankenhäusern, in denen die Buben geboren sind, über ihre Schulen, die Clubs in denen sie gespielt haben und und und. Hier fehlt einzig als letzte Station das Grab von Keith Moon. So, und jetzt die Kurzversion: The Who waren und bleiben absolute Könige auf dem Rock'n'Roll-Thron, diejenigen unter euch, die’s wissen: DVD kaufen; diejenigen, die's noch nicht wissen: auch kaufen – damit sie’s endlich wissen. Mods rule!

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